Archiv der Kategorie: Arbeiten

SCHULE DES SEHENS

Photo Porst, 1981

Zeitschriftenanzeige für Photo Porst, 1981

GGK Düsseldorf, Photo Porst, 1981, Zeitschriftenanzeige

EINE RECHT PERSÖNLICHE GESCHICHTE

Zitiert aus der Konzeptpräsentation von Michael Schirner für Photo Porst

Mir hat Porst das Fotografieren beigebracht. Das war vor fast 25 Jahren. Meine Bibel war ein Fotobüchlein von Porst. Darin stand wunderbar erklärt, wie man fotografiert. Ich konnte es auswendig. Alle Monate schrieb mir Herr Porst in einem Brief, er habe mit seinem Vater gewettet, daß ich eine Kamera bei ihm bestellen werde. Er bat mich inständig, ihn nicht zu enttäuschen. Ich bestellte. Ich sehe noch heute das Paket vor mir mit dem vielen Verpackungsmaterial und meiner ersten Kamera drin. Es war wie Weihnachten. Ich schickte meine ersten Filme zum größten Fotohaus der Welt. Und ich kriegte die größten Abzüge geschickt, die es damals in Deutschland gab. Und die billigsten und schönsten.

Das Tolle.
Porst war wohl der erste, wo man Abzüge mit glattem Rand kriegte. Später auch ganz ohne Rand, was noch toller war. Auch Kontaktstreifen gab es zuerst bei Porst. Das größte Vergnügen war, auf den langen Bestellzetteln die Wünsche für die Fotoarbeiten anzu- kreuzen. Für alle in meinem Alter, die damals wie besessen fotografierten, war Porst der größte. Er hatte für uns alle die Amateurfotografie erfunden. Und noch eins schien Porst erfunden zu haben.

Die Werbung.
Außer Fotografieren hatte Porst mir die Werbung beigebracht. Die Fotoheftchen und die Werbebriefe haben mich damals unglaublich beeindruckt. Später habe ich dann Fotografie und Film studiert. Und noch ein bißchen später etwas Werbung gemacht. Porst war für mich eine recht persönliche Geschichte.

Das Ende.
Wann diese Geschichte zu Ende war, das heißt, wann Porst keine Rolle mehr für mich spielte, weiß ich heute nicht mehr genau. Vielleicht war es vor 18 bis 20 Jahren. In all diesen Jahren hatte Porst Null Bedeutung für mich. Ich übertreibe nicht, wenn ich sage, daß Porst die letzten 20 Jahre für mich kaum existierte. In diesen Jahren hat Porst wohl auch seine faszinierende Stellungals Fotolehrer der Nation verloren.

1981.
Heute zumindest ist von all dem, was uns damals begeisterte, nichts mehr da. Aus unserem Lieblingslehrer von damals ist heute eine riesige Ladenkette geworden.

Zeitschriftenanzeige für Photo Porst, 1981

Zeitschriftenanzeige für Photo Porst, 1981

Die Fortsetzung.
Die persönliche Geschichte von damals, die dann plötzlich zu Ende war, könnte jetzt wieder weitergehen. Mit einer hübschen Wendung: Damals hatte Porst mir beigebracht, was Kommunikation ist. Heute könnte ich mich revanchieren. Wir könnten gemeinsam versuchen, der Nation zu zeigen, was Porst ist. Ich könnte mir kein größeres Vergnügen vorstellen, als Porst wieder zu dem zu machen, was er damals für mich und all die anderen war.

Die Chancen.
Die Zeit für ein Comeback von Porst ist günstig. Wir stehen am Anfang einer kulturellen Epoche: dem Übergang von der Hochkultur zur Massenkultur. Die hochkulturellen Ausdrucksformen wie Theater, Konzert, Gemälde, Skulptur, Kunstfotografie usw. verlier-en mehr und mehr an Bedeutung. Stattdessen werden massenkulturelle Ausdrucksformen immer bedeutungsvoller: Popmusik, Mode, Design, Illustrierte, Comics, Fernsehen, Kino, Werbung und eben auch die Amateurfotografie.

Unterst zu Oberst.
War Kreativität früher ein Privileg weniger Künstler und der gebildeten Oberschicht, ist Kreativität heute ein Massensport. Die Kunst findet nicht mehr in Museen statt, sondern auf der Straße. Diese Kulturrevolution kehrt das Unterste zu Oberst. Ein ungeahnt-es kreatives Potential wird frei.

Zeitschriftenanzeige für Photo Porst, 1981

Zeitschriftenanzeige für Photo Porst, 1981

Die Massenfotografie.
Die neue Massenfotografie hat mit der alten Kunstfotografie nichts zu tun. Die Kategorien haben sich völlig verkehrt. Ausdrucksformen, die von den Vertretern der Hochkultur als niedrig, vulgär und kitschig verachtet wurden, werden plötzlich bedeutungsvoll:

Die Bilder.
Familienfotos, Kinderfotos, Ferienfotos, Hochzeitsfotos, Betriebsfestfotos, Haustierfotos, Blumenfotos, Safarifotos usw., immer neue Kategorien entstehen. Es gibt nichts, was man nicht fotografieren kann. Es wird auch bald nichts mehr geben, was nicht schon fotografiert worden wäre. Es gibt vor allem keine schlechten Bilder mehr.
Jedes Bild ist ein gutes Bild.

Die Bildwelt.
Alle haben entdeckt, daß man mit Fotos sein Leben reproduzieren kann. Das Vergnügen am Foto wächst ständig. Da alles fotografierbar ist, verliert die Welt auch den Reiz des Einmaligen und ihren absoluten Wert. Wer zum ersten Mal in ein fernes Land reist, ist kaum noch überrascht davon. Man kennt es schon von Fotos. Das Foto wird oft als sehr viel interessanter erlebt als das Fotografierte.

Ein Beispiel aus dem Leben.
Eine Frau mit einem Kinderwagen wird von einer anderen angesprochen: „Was haben Sie für ein hübsches Kind.“ Die Mutter antwortet: „Das ist noch gar nichts, Sie sollten mal sein Foto sehen.“

Zeitschriftenanzeige für Photo Porst, 1981

Zeitschriftenanzeige für Photo Porst, 1981

Die Bilder-Instanz.
Klar, daß in einer Zeit, wo Fotografieren zur Massenbewegung wird, die Instanz immer wichtiger wird, die den Leuten beibringt, wie sie mit der Bilderwelt und dem Bildermachen fertig werden können. Diese Instanz gibt es heute noch nicht.

Die Voraussetzungen.
Porst könnte gut diese Instanz werden. Porst hat die Größe, hat die Distribution, hat das, was man zum Fotografieren und Filmen braucht, hat die Leute und hat den Namen. Wir hatten auch eine Idee, wie Porst das schaffen könnte.

So.
Mit der Anzeigenkampagne für Photo Porst in Zeitschriften eröffnen ich und mein Artdirector Axel Hinnen die Fotoschule der Nation. Auf Doppelseiten geben wir Kurse in „Sehen, 1.Teil“ bis „Sehen, 48. Teil“. Auf der einen Seite sieht man den Amateur, der fotografiert, auf der anderen das, was er fotografiert. Meine Texte sind Lektionen einer kleinen Schule des Sehens. Die Serie beginnt mit Axel Hinnen, der eine Skulptur fotografiert und dem Text: „Als der Künstler Aristide Maioll, der 1861 geboren wurde und 1944 dort starb, in seinem Atelier vier Schritte zurücktrat, um sich die gerade Vollendete anzuschauen, die er „Der Strom“ nannte, weil sie so wie hingegossen dalag, dachte er sicher nicht daran, dass Axel Hinnen am 2.3. 1980 vier Schritte zurücktritt, um mit seiner Porst compact reflex von Maiolls Strom ein Königsbild zu machen …“

Zeitschriftenanzeige für Photo Porst, 1981

Zeitschriftenanzeige für Photo Porst, 1981

CREDITS

Auftraggeber: Photo Porst KG GmbH & Co
Agentur: GGK Düsseldorf
Kreativdirektor: Michael Schirner
Texter: Michael Schirner
Artdirector: Axel Hinnen
Fotograf: Chico Bialas
Grafiker: Günter Classen, Beate Lorber
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SCHÖNER SCHEITERN

Olympia Berlin 2000 GmbH, 1991

Plakat für Olympia 2000 in Berlin, 1991

Michael Schirner, Werbe- und Projektagentur, Olympia Berlin 2000 GmbH, 1991, Großflächenplakat

NOLYMPICS

1991 übernahm Lutz Grüttke, früher Generalbevollmächtigter der IBM Deutschland, die Leitung der Olympia Berlin 2000 GmbH und wurde oberster Olympia-Manager der Stadt. Der Regierende Bürgermeister Eberhard Diepgen wollte eine Kampagne zur Bewerbung von Berlin um die Olympischen Spiele in Jahr 2000, die so stark ist wie die IBM-Kampagne. Lutz Grüttke beauftragte Michael Schirner und sein Team mit der Entwicklung. Artdirector Hans Peter Weiß entwarf Corporate Design und Logo Berlin 2000 mit Nullen als verschränkte Ringe in den Schwarz, Rot Gold und ein Maskottchen als Punkt-Komma-Strich-Bärchengesicht auf gelben Grund. Michael Schirner und sein Team erarbeiteten ein Konzept für die Entwicklung von Berlin zu Olympia-Stadt und europäischen Metropole. Sie skizzierten Visionen und Projekte für das Neues Berlin als Hauptstadt von Medien, Business, Kunst, Kultur, Szene, Film-, Sport, Jugend etc. Sie schlugen vor, wie aus Berlin eine Metropole wie Paris wird. Die Vorschläge für das Neue Berlin und Olympia 2000 präsentierten sie in einer Anzeigenkampagne der 100 Ideen, z.B.:

Gigantische Körper stehen ständig als Ballons über Berlin, sind weit sichtbare neue Wahrzeichen. Ungefähr so hoch wie Empire State Building und Eiffelturm zusammen. Headline: „Jetzt hat auch Berlin eine Skyline“.
Ein schönes Symbol haben wir ja, noch schöner wäre es, viele davon zu haben: „Wie viele Brandenburger Tore sollen wir bauen?“
Die Waschmaschinen des Senats, die machen, dass das gute, alte Berlin wie neu wird: „Berlin – eine Stadt, die sich gewaschen hat“.
Die Künstlerin Katharina Fritsch macht Pappel-Land-Art in der Stadt: „Jetzt wird Berlin erst mal aufgepappelt“.
Stellt Riesenkulissen vor Baustellen! Ein Wettbewerb für Bauherren: „Das neue Berlin. Jetzt schon mal zum Angucken“.  Ein tolles Kunst-Wissenschaft-Musik-Aktions-Gelände: „Kulturtempelhof von Berlin“.
Das Stadion für Olympia 2000 im neuen Berlin: Es beginnt am Brandenburger Tor und zieht sich die ganze Straße des 17. Juni entlang, „Das schönste Stadion der Welt“.
Wir suchen Firmen, die Patenschaften für Stadtviertel übernehmen: „Kreuzberg kriegt Unterberg. Wer will Karlshorst?“
Der neue Geldschein, den gibt es, wenn das neue Berlin den Zuschlag kriegt: „Der Jahrtausender“. Noch ein Konzept-Art-Projekt: Von jeder der 207 Metropolen der teilnehmenden Nationen wird ein 100 Meter langes Stück vom Gehsteig der jeweiligen Hauptstraße abgetragen, nach Berlin auf den Ku’damm gebracht, dort auf dem Gehsteig eingesetzt und mit einem Schild des Herkunftsorts versehen. Die entsprechenden Gehsteig-Stücke des Ku’damms werden an den entsprechenden Stellen in den Gehsteigen der Metropolen eingesetzt und markiert.

Offene Spiele mit freiem Eintritt für alle, Eröffnungsfeier entlang der Spree und Wettkämpfe überall auf Berlins Straßen und Plätzen.

Mayo Thompson, Musiker und Künstler der Avantgarde-Band Red Krayola, komponierte die Olympia-Hymne „All together now“ mit Lyrics von Diedrich Diederichsen.

 

All together now!

Every country on the planet,

south & north & east & west,

black & white & red & yellow ­–

all the nations send their best.

Everybody

try together,

love each other

in Berlin!

All together now!

 

Neither walls, nor wars, nor borders,

no divisions do us part:
with a flame and with a vision
we create Olympia.

Everybody
try together,

love each other

in Berlin!

(„Isch bin ain Balina!“)

All together now!

Das Bärchen wurde Moderator der Bewerbungskampagne und wollte Berliner und IOC für Olympia in Berlin 2000 gewinnen. Es erschien auf Plakaten, Anzeigen, bannern und Flaggen. Doch die Stimmung für Olympia in Berlin – zwei Jahre nach dem Fall der Mauer – war nicht gut. Auch weil die Berliner die Olympischen Spiele nicht wollten, bekam die Stadt den Zuschlag für die Spiele nicht. Strahlender Gewinner ist das Bärchen, das alle lieben und das weiter lebt auf Mützen, Buttons, T-Shirts, Tassen, Taschen, Kissen etc., die in Berliner Souvenier-Läden Absatz finden. Da Michael Schirner auch hier belegen wollte, dass Werbung nur Kunst ist und Kunst nur Werbung, verewigte er das Olympia-Bärchengesicht auf Ölbildern der Serie Lorem ipsum.

Plakat für Olympia 2000 in Berlin, 1988

Michael Schirner, Werbe- und Projektagentur, Olympia Berlin 2000 GmbH, 1991, , 1991, Großflächenplakat

Aufkleber für Olympia 2000 in Berlin, 1991

Michael Schirner, Werbe- und Projektagentur, Olympia Berlin 2000 GmbH, 1991, Aufkleber

T-Shirt für Olympia 2000 in Berlin, 1991

Michael Schirner, Werbe- und Projektagentur, Olympia Berlin 2000 GmbH, 1991, T-Shirt

Flaggen für Olympia 2000 in Berlin, 1991

Michael Schirner, Werbe- und Projektagentur, Olympia Berlin 2000 GmbH, 1991, Beflaggung

CREDITS

Auftraggeber: Olympia Berlin 2000 GmbH
Agentur: Michael Schirner Werbe- und Projektagentur GmbH
Kreativdirektor: Michael Schirner
Texter: Michael Schirner, Enrique Jungbauer
Artdirector: Hans Peter Weiß
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RADIOACTIVITY

Nukem GmbH Hanau, 1988

Titelseite der Anzeige für die Neue Nukem 1988

Michael Schirner Werbe- und Projektagentur, Die neue Nuken, 1988, Seite 1 und 2 einer Zeitschriftenanzeige

Folgeseiten der Anzeige für die Neue Nukem 1988

Michael Schirner Werbe- und Projektagentur, Die neue Nuken, 1988, Seite 3 und 4 einer Zeitschriftenanzeige

NEWKEM

Bernd Jobst Breloer hatte die Hanauer Firma Nukem nach dem Atomskandal von Grund auf erneuert. Er fragte Michael Schirner, was man machen könne, damit Nukem nicht mehr in die Schlagzeilen kommt. Michael Schirner empfahl, die Firma in Die neue Nuken  umzubenannen und möglichst die auffällig zu bewerben. Claudia Hammerschmidt gestaltete 4-seitige Anzeigenmotive im neuen Nukem-Design. Sebastian Turner beschrieb in Anzeigen, was Die neue Nuken macht: „… Das Neue an der Nukem ist aber auch das, was sie nicht mehr macht. Wir haben die Uranverarbeitung aufgegeben. Wir stellen keine Brennelemente mehr her. Wir haben unsere Anteile an den Brennelementherstellern Alkem und RBU verkauft. Wir haben unsere Tochterfirma Transnuklear, die uns in die Schlagzeilen gebracht hat, aufgelöst. Wir machen keine Schlagzeilen mehr.“ Nach einem halben Jahr hatte Die neue Nuken ihren Umsatz mehr als verdoppelt.

Titelseite der Anzeige für die Neue Nukem 1988

Michael Schirner Werbe- und Projektagentur, Die neue Nuken, 1988, Seite 1 und 2 einer Zeitschriftenanzeige

Folgeseiten der Anzeige für die Neue Nukem 1988

Michael Schirner Werbe- und Projektagentur, Die neue Nuken, 1988, Seite 3 und 4 einer Zeitschriftenanzeige

Titelseite der Anzeige für die Neue Nukem 1988

Michael Schirner Werbe- und Projektagentur, Die neue Nuken, 1988, Seite 1 und 2 einer Zeitschriftenanzeige

Folgeseiten der Anzeige für die Neue Nukem 1988

Michael Schirner Werbe- und Projektagentur, Die neue Nuken, 1988, Seite 3 und 4 einer Zeitschriftenanzeige

Titelseite der Anzeige für die Neue Nukem 1988

Michael Schirner Werbe- und Projektagentur, Die neue Nuken, 1988, Seite 1 und 2 einer Zeitschriftenanzeige

Folgeseiten der Anzeige für die Neue Nukem 1988

Michael Schirner Werbe- und Projektagentur, Die neue Nuken, 1988, Seite 3 und 4 einer Zeitschriftenanzeige

CREDITS

Auftraggeber: Nukem GmbH
Agentur: Michael Schirner Werbe- und Projektagentur
Kreativdirektor: Michael Schirner
Texter: Enrique Jungbauer
Artdirector: Claudia Hammerschmidt
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RAP OHNE TON

Nord/LB, 1983

Kinofilm für das Girokonto der Nord/LB, Screen Shot, 1983

GGK Düsseldorf, Nord/LB, 1983, Screenshot

Kinofilm für das Girokonto der Nord/LB, Screen Shot, 1983

GGK Düsseldorf, Nord/LB, 1983, Screenshot

Kinofilm für das Girokonto der Nord/LB, Screen Shot, 1983

GGK Düsseldorf, Nord/LB,1983, Screenshot

ANDREAS DORAU

Die Aufgabe: Giro-Konten für alle zwischen 15 und 20 bewerben

Die Überlegung: Einen Anlass zu schaffen, dass Schüler in die nächste Filiale der Nord/LB gehen.

Die Idee: Im Kino-Film spielen Andreas Dorau und die Marinas den Schlager fürs Giro-Konto. Aber ohne Ton. Den Originalton auf Cassette gibt’s in Nord/LB-Filialen. Anträge fürs Girokonto auch.

Der Erfolg: Anträge über Anträge

Cinema commercial:

Andreas Dorau und die Marinas spielen den Rockefeller Rap. Man hört keinen Ton.

(Super:) Den Originalton gibt’s auf Cassette in jeder Filiale der NORD/LB.

Den Antrag fürs Giro-Konto auch. Gratis. Für alle zwischen 15 und 20.

CREDITS

Auftraggeber: Nord/LB
Agentur: GGK Düsseldorf
Kreativdirektor: Fred Baader
Texter: Gerald Heinemann
Artdirector: Wolfgang Behnken
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FÜR GEORG

Nord/LB, 1987

Anzeige zum Kunstpreis der Nord/LB 1987

Michael Scirner und Grey Advertising, Nord/LB, 1987, Anzeige

UNTERST ZU OBERST

Für Symposien vom STERN zur Marktforschungsstudie Dialoge 2 entwickelte Michael Schirner mit Konstantin Jacoby und Jean Remy von Matt von Springer & Jacoby eine Kampagne für das Hamburger Schauspielhaus, mit Franz Brauer und Michael Preiswerk von McCann-Erickson eine Kampagne für die Bahn, mit Manfred Riemel von Eiler & Riemel eine Kampagne für die MD Papierfabriken, mit Ulli Leschack und Jürgen Mandel von GGK Düsseldorf eine Kampagne für IBM, mit Feico Derschow und Carlos Obers von RG Wiesmeier eine Kampagne für den Münchener Umwelttag 1987. In seiner Agentur entwickelte Michael Schirner mit Mit Claudia Hammerschmidt eine Kampagne für den Bundesjugendwettbewerb Jugend forscht.

Die Kampagne für den Kunstpreis der Nord/LB entwickelt Michael Schirner mit Jean Lessenich von der Grey Adverteising. Da der Gewinner des Kunstpreises Georg Baselitz seine Bilder auf dem Kopf gestellt malt, stellte Jean Lessenich die Abbildungen der Anzeigen auch auf den Kopf, was einige Zeitschriftenverlage vor Veröffentlichung der Anzeigen irrtümlich korrigierten.

Anzeige zum Kunstpreis der Nord/LB 1987

Michael Scirner und Grey Advertising, Nord/LB, 1987, Anzeige

Anzeige zum Kunstpreis der Nord/LB 1987

Michael Scirner und Grey Advertising, Nord/LB, 1987, Anzeige

Anzeige zum Kunstpreis der Nord/LB 1987

Michael Scirner und Grey Advertising, Nord/LB, 1987, Anzeige

Anzeige zum Kunstpreis der Nord/LB 1987

Michael Scirner und Grey Advertising, Nord/LB, 1987, Anzeige

CREDITS

Auftraggeber: Nord/LB
Agentur: Michael Schirner und Grey Advertising
Kreativdirektor: Michael Schirner
Texter: Michael Schirner
Artdirector: Jean Lessenich
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FÜR REINHARD

Bertelsmann, 1986

19seitige Anzeige zum 65. Geburtstag von Reinhard Mohn

KKG Projektagentur, Bertelsmann, 1986, 19-seitige Anzeigenstrecke

19 x 19

Die Verlagsgruppe Bertelsmann wollte, dass KKG sich ein Geschenk für Reinhard Mohns 65jährigen Geburtstag ausdenkt. Michael Schirner hat eine Medienidee: Jede der 19 Bertelsmann-Zeitschriften gratuliert Reinhard Mohn auf 19 Anzeigenseiten im jeweiligen Heft so: Auf jeder Seite steht ein großer Buchstabe, darunter klein, dass hier z.B. der STERN Reinhard Mohn zum Geburtstag gratuliert, Seite für Seite ein weiterer Buchstabe. Die Buchstaben auf den Seiten in jedem Heft ergeben den Satz: Reinhardt Mohn wird 65!

CREDITS

Auftraggeber: Bertelsmann
Agentur: KKG Projektagentur
Kreativdirektor: Michael Schirner
Texter: Enrique Jungbauer
Artdirector: Claudia Hammerschmidt
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MICHAEL SCHIRNER, VERDIENT DIE MILKA-KUH DEN NOBEL-PREIS FÜR LITERATUR?

Intervention im Oberlandesgericht Düsseldorf, 1982

Intervention im Oberlandesgericht Düsseldorf, Szenenfoto, 1982

Michael Schirner, Verdient die Milka-Kuh den Nobelpreis für Literatur? Intervention, Oberlandesgericht Düsseldorf, 1982

Der Prozess

1982 hatte ich für den BDW Deutscher Kommunikationsverband eine Aktion durchgeführt, in der ich mich mit dem Verhältnis von Werbung zur Literatur auseinandersetzte. Ich hatte zwei Literaten und zwei Werbeleute in den großen Saal des Oberlandesgerichts in Düsseldorf geladen zum Verhandeln der Frage: Verdient die Milka-Kuh den Nobelpreis für Literatur?

Richter war der Journalist  Felix Perelsztein, der eine Nachbildung der lila Kuh vor sich hatte; rechts neben ihm saßen die Autoren Hans Magnus Enzensberger und Gaston Salvatore, links die Schweizer Werber Martin Suter und Silvio Rizzi . In der Verhandlung verlasen die beiden Werber elaborierte literarische Texte, während Hans Magnus Enzensberger und Gaston Salvatore Inserenten-Werbung machten für ihre gerade gegründete Zeitschrift Transatlantik.

Martin Suter: ,,Meine Damen und Herren, Venedig versinkt, und wir fragen uns, ob die Milka-Kuh den Nobelpreis für Literatur verdient. Gestatten Sie mir, an dieser Stelle zu antworten: ,Muh‘ … Ich beantrage, dass die Milka-Kuh in Abwesenheit vom Versuch, den Nobelpreis für Literatur zu ergattern, freigesprochen wird. Der Kläger Michael Schirner ist zu den Gerichtskosten verurteilt. Die Nebenklägerschaft Enzensberger/Salvatore zu den Nebenkosten. Der Beklagten und Venedig sind angemessene Entschädigungen zu entrichten.“

Silvio Rizzi : ,,Was ein Schriftsteller schreibt, ist nie etwas anderes als Werbung für ihn selbst … Ich bitte die Schriftsteller unter Ihnen, auch die Journalisten, wenn solche dabei sind, eine einzige Zeitschriftenseite zu schreiben, auf der nur Zustimmendes gesagt wird, das Wort ,ich‘ nie erscheint und ebenso wenig der Name des Verfassers. In einer Ecke ist der verbale Hinweis ,Anzeige‘ zu dulden, der auf die bezahlte und kommerzielle Art der Publikation deutet. Sollte sich unter den Angesprochenen jemand imstande fühlen, diese Seite zu schreiben und darauf für einen Gegenstand nach freier Wahl zu werben, jedoch nicht für die eigene Person, ist die GGK bereit, die Erscheinungskosten in Transatlantik zu übernehmen. Einsendeschluss ist der 31. Oktober.“

Dass Literaten und Werber ihre angestammten Rollen tauschten, wertete der Richter als Indiz dafür, dass die Milka-Kuh den Nobelpreis für Literatur verdiene und wünschte Transatlantik viele Werbe-Insertionen.

Ich habe dann eine weiße doppelseitige Anzeige in Transatlantik veröffentlicht, auf der nichts anderes zu sehen ist als oben links sehr klein „GGK“.

Gaston Salvatore und Hans Magnus Enzensberger, Intervention im Oberlandesgericht Düsseldorf, Szenenfoto, 1982

Michael Schirner, Verdient die Milka-Kuh den Nobelpreis für Literatur? Intervention, Oberlandesgericht Düsseldorf, 1982

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FÜR ALLE FÄLLE

Mannheimer Versicherung AG, 1992

Anzeige für die Mannheimer Versicherungen, 1992

Michael Schirner Werbe- und Projektagentur, Mannheimer Versicherung AG, 1992, Anzeige

PerSÖNLICH

Die Mannheimer Versicherung AG verfolgt ein Marketingkonzept, das im europäischen Markt als innovativ gilt: Statt der üblichen Spartenversicherungen bietet sie Markenartikel als umfassende Versicherungsprogramme, die auf die Bedürfnisse und Risiken bestimmter Zielgruppen abgestimmt sind. Bislang hat die Mannheimer insgesamt 13 Markenversicherungen. Sieben werden in der neuen Publikumskampagne beworben: FEMIN für aktive Frauen; MENTOR für Menschen im „Un-Ruhestand“, SUPRIMA für Freiberufler, ARTIMA für alle, die mit Kunst zu tun haben, SINFONIA für Berufsmusiker und Musikstudenten, HOSTIMA für Hotels Beherbergungsbetriebe, HUMANIS für alle, die im Pflegefall nicht zum Sozialfall werden wollen. Die Kampagne hat die Aufgabe, die Vielfalt des Versicherungsprogramms und die Individualität der einzelnen Lösungen darzustellen und die Mannheimer als zielgruppenorientierten Serviceversicherer vom Wettbewerb zu differenzieren.

Das Kommunikationsproblem, das gelöst werden musste: Sieben Versicherungen als selbständige Marken bewerben, aber nicht mit sieben Kampagen, sondern mit einem einheitlich gestalteten Anzeigenauftritt. Die Kommunikationsidee: Jede Markenversicherung wir mit sehr persönlichen Portraits der jeweiligen Zielgruppe beworben. Die Anzeigen erscheinen im Magazin Der Spiegel und in Fachzeitschriften.

Text aus dem Buch Die Mannheimer persönlich mit 42 Portrait des Fotografen Franklin Berger

Anzeige für die Mannheimer Versicherungen, 1992

Michael Schirner Werbe- und Projektagentur, Mannheimer Versicherung AG, 1992, Anzeige

Anzeige für die Mannheimer Versicherungen, 1992

Michael Schirner Werbe- und Projektagentur, Mannheimer Versicherung AG, 1992, Anzeige

Anzeige für die Mannheimer Versicherungen, 1992

Michael Schirner Werbe- und Projektagentur, Mannheimer Versicherung AG, 1992, Anzeige

CHAMP

Die Aufgabe: Champ, die Versicherung für Berufseinsteiger mit Unfallsversicherung, Berufsunfähigkeitsversicherung, Haftpflichtversicherung etc. in einem Kinospot bewerben

Die Überlegung: Risiken dramatisieren

Die Idee: Einen Profiboxkampf zeigen, bei jedem Schlag eine Versicherungsleistung als Untertitel einblenden. Slogan: Wir versichern die Haut ab 18.

Der Erfolg: Durchschlagend

CREDITS

Auftraggeber: Mannheimer Versicherung AG
Agentur: Michael Schirner Werbe- und Projektagentur
Kreativdirektor: Michael Schirner
Texter: Ralf Zilligen
Artdirector: Claudia Hammerschmidt, Catharina von Poser
Filmproduktion: EDLP films Düsseldorf
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MICHAEL SCHIRNER, LOREM IPSUM

Galerie Anna Klinkhammer, Düsseldorf, 2002

Michael Schirner, Lorem ipsum, ohne Titel (Jesus), 1993, Öl auf Leinwand

Michael Schirner, Lorem ipsum, ohne Titel (Jesus), 2002, Öl auf Leinwand

DIE AURA

Michael Schirner entwickelte mit seinem Team mit für die Kampagne zur Bewerbung von Berlin um die Olympischen Spiele im Jahr 2000 das Maskottchen als Punkt-Komma-Strich-Bärchengesicht auf gelben Grund. Das Bärchen wurde Moderator der Bewerbungskampagne und wollte Berliner und IOC für Olympia in Berlin 2000 gewinnen. Es erschien auf Plakaten, Anzeigen, T-Shirts, Mützen etc. wurden angeboten. Doch die Stimmung für Olympia in Berlin – zwei Jahre nach dem Fall der Mauer – war nicht gut. Auch weil die Berliner die Olympischen Spiele nicht wollten, bekam die Stadt den Zuschlag für die Spiele nicht. Strahlender Gewinner ist das Bärchen, das alle lieben und das weiter lebt auf Mützen, Buttons, T-Shirts, Tassen, Taschen, Kissen etc., die in Berliner Souvenier-Läden Absatz finden.

Da Michael Schirner auch hier belegen wollte, dass Werbung nur Kunst ist und Kunst nur Werbung, verewigte er das Bärchengesicht auf Ölbildern der Serie Lorem ipsum. Die Bilder sind eine Weiterentwicklung seiner Serie Kisuaheli neumix. Jedes seiner Ölbilder zeigt die Aura einer Persönlichkeit der Weltgeschichte, die sich hinter der Maske des Olympia-Bärchens verbirgt. Im Bildtitel wird der Name der jeweiligen Persönlichkeit in Klammern angegeben, z.B. ohne Titel (Jesus), ohne Titel (Napoleon), ohne Titel (Shakespeare), ohne Titel (Leonardo da Vinci), ohne Titel (Abraham Lincoln), ohne Titel (Adolf Hitler), ohne Titel (Aristoteles), ohne Titel (Alexander der Große), ohne Titel (Buddha), ohne Titel (Josef Stalin), ohne Titel (Albert Einstein), ohne Titel (Winston Churchill), ohne Titel (Konrad Adenauer), ohne Titel (Pablo Picasso), ohne Titel (Mao Tse-tung), ohne Titel (Charlie Chaplin), ohne Titel (Michail Gorbatschow), ohne Titel (Konfuzius), ohne Titel (George Washington). Michael Schirners Öl-Bilder der Serie Lorem ipsum wurden 2002 in der Galerie Anna Klinkhammer Düsseldorf ausgestellt.

Michael Schirner, Lorem ipsum, ohne Titel (Napoleon), 1993, Öl auf Leinwand

Michael Schirner, Lorem ipsum, ohne Titel (Napoleon), 2002, Öl auf Leinwand

Michael Schirner, Lorem ipsum, ohne Titel (Shakespeare), 1993, Öl auf Leinwand

Michael Schirner, Lorem ipsum, ohne Titel (Shakespeare), 2002, Öl auf Leinwand

Michael Schirner, Lorem ipsum, ohne Titel (Leonardo da Vinci), 1993, Öl auf Leinwand

Michael Schirner, Lorem ipsum, ohne Titel (Leonardo da Vinci), 2002, Öl auf Leinwand

Michael Schirner, Lorem ipsum, ohne Titel (Abraham Lincoln), 1993, Öl auf Leinwand

Michael Schirner, Lorem ipsum, ohne Titel (Abraham Lincoln), 2002, Öl auf Leinwand

Michael Schirner, Lorem ipsum, ohne Titel (George Washington), 1993, Öl auf Leinwand

Michael Schirner, Lorem ipsum, ohne Titel (George Washington), 2002, Öl auf Leinwand

Michael Schirner, Lorem ipsum, ohne Titel (Adolf Hitler), 1993, Öl auf Leinwand

Michael Schirner, Lorem ipsum, ohne Titel (Adolf Hitler), 2002, Öl auf Leinwand

Michael Schirner, Lorem ipsum, ohne Titel (Aristoteles), 1993, Öl auf Leinwand

Michael Schirner, Lorem ipsum, ohne Titel (Aristoteles), 2002, Öl auf Leinwand

Michael Schirner, Lorem ipsum, ohne Titel (Alexander der Große), 1993, Öl auf Leinwand

Michael Schirner, Lorem ipsum, ohne Titel (Alexander der Große), 2002, Öl auf Leinwand

Michael Schirner, Lorem ipsum, ohne Titel (Buddha), 1993, Öl auf Leinwand

Michael Schirner, Lorem ipsum, ohne Titel (Buddha), 2002, Öl auf Leinwand

Michael Schirner, Lorem ipsum, ohne Titel (Konfuzius), 1993, Öl auf Leinwand

Michael Schirner, Lorem ipsum, ohne Titel (Konfuzius), 2002, Öl auf Leinwand

Michael Schirner, Lorem ipsum, ohne Titel (Josef Stalin), 1993, Öl auf Leinwand

Michael Schirner, Lorem ipsum, ohne Titel (Josef Stalin), 2002, Öl auf Leinwand

Michael Schirner, Lorem ipsum, ohne Titel (Albert Einstein), 1993, Öl auf Leinwand

Michael Schirner, Lorem ipsum, ohne Titel (Albert Einstein), 2002, Öl auf Leinwand

Michael Schirner, Lorem ipsum, ohne Titel (Winston Churchill), 1993, Öl auf Leinwand

Michael Schirner, Lorem ipsum, ohne Titel (Winston Churchill), 2002, Öl auf Leinwand

Michael Schirner, Lorem ipsum, ohne Titel (Konrad Adenauer), 1993, Öl auf Leinwand

Michael Schirner, Lorem ipsum, ohne Titel (Konrad Adenauer), 2002, Öl auf Leinwand

Michael Schirner, Lorem ipsum, ohne Titel (Pablo Picasso), 1993, Öl auf Leinwand

Michael Schirner, Lorem ipsum, ohne Titel (Pablo Picasso), 2002, Öl auf Leinwand

Michael Schirner, Lorem ipsum, ohne Titel (Mao Tse-tung), 1993, Öl auf Leinwand

Michael Schirner, Lorem ipsum, ohne Titel (Mao Tse-tung), 2002, Öl auf Leinwand

Michael Schirner, Lorem ipsum, ohne Titel (Charlie Chaplin), 1993, Öl auf Leinwand

Michael Schirner, Lorem ipsum, ohne Titel (Charlie Chaplin), 2002, Öl auf Leinwand

Michael Schirner, Lorem ipsum, ohne Titel (Michail Gorbatschow), 1993, Öl auf Leinwand

Michael Schirner, Lorem ipsum, ohne Titel (Michail Gorbatschow), 2002, Öl auf Leinwand

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LOOKALIKE

Gruner + Jahr, 1977

Plakat für die Zeitschrift "Leute", 1976

GGK Düsseldorf, Gruner + Jahr, 1977, Großflächenplakat

Plakat für die Zeitschrift "Leute", 1976

GGK Düsseldorf, Gruner + Jahr, 1977, Großflächenplakat

Die Zeitschrift und ihr Double

Gruner + Jahr-Vorstand Rolf Poppe beauftragte GGK Düsseldorf mit der Werbung zur Einführung der Zeitschrift Leute, einer Kopie des amerikanischen People – Magazins. Michael Schirner und sein Artdirector ist Helmut Rottke machen Anzeigen mit Fotos der Doubles von Popstars. Zur Ankündigung von Leute und zum Double von Barbara Streisand textet Michael Schirner: „Am 31.1.1977 erscheint zum ersten Mal die Zeitschrift Leute. Bis dahin müssen Sie sich leider noch mit einer der zahlreichen Kopien von „Leute begnügen.“ Zu Marty Feldmans Double: „In Kürze erscheint zum ersten Mal Leute, die meistkopierte Zeitschrift der Welt.“ Bob Dylans Double: „Wenn Sie glauben, dass es von der Zeitschrift Leute bereits einige Kopien im Ausland gibt – erraten.“ Roy Blacks Double: „Die neue Zeitschrift Leute wird bereits kopiert, bevor sie erschienen ist.“ Charles Bronsons Double: „Ein Kompliment von der neuen Zeitschrift Leute an die Amerikaner, die sie bereits so erfolgreich kopieren.“

Poster für die Zeitschrift "Leute", 1976

GGK Düsseldorf, Gruner + Jahr, 1977, Inserentenanzeige

MARLYN SCHIFFMILLER

Imagine for a moment that Barbara Streisand didn’t exist. Her songs would have been sung by someone else. Her movie roles would have been played by others. If that were really the case, no one would make much fuss about Marlyn Schiffmiller. But since, thank God, there’s Streisand and her songs and so forth, everybody turns around to Marlyn Schiffmiller and says, „Gee, isn’t that Streisand?“ Marlyn Schiffmiller thinks that’s great. The people who turn around think that’s great. And Streisand actually thinks it’s pretty good, too. Because she sees from her copy what a great original she is.
So the new magazine „Leute“, which reports on people from the first page to the last, doesn’t think it’s so bad that there are some magazines that try to do that, too. If you read the first issue of the magazine „Leute“ on January 31, 1977, you will see that it is quite different from its copy. One small difference from other magazines should be mentioned in advance: The advertising deadline for four-color ads is about 5 weeks before the publication date instead of 7 or 8 weeks. The advertising deadline for the next issue is the day after tomorrow.

Poster für die Zeitschrift "Leute", 1976

GGK Düsseldorf, Gruner + Jahr, 1977, Inserentenanzeige

WALTER EBERT

Most people look like themselves. For example, Marty Feldman has an amazing resemblance to Marty Feldman. Only with Walter Ebert is there a little different. In fact, he doesn’t look like himself. Walter Ebert looks like Marty Feldman. And because that’s the case, Marty Feldman is not the only one who looks like Marty Feldman.

The new magazine „Leute“ is like Marty Feldman. Since there are a few magazines that look like „Leute“ in Italy, for example, and also in the USA, „Leute“ can hardly claim that only „Leute“ is like „Leute. On the other hand, it doesn’t bother this magazine any more than it bothers Marty Feldman. Because if he wasn’t Marty Feldman, hardly anyone would want to be Marty Feldman.

And if „Leute“ was not “ Leute,“ Gruner + Jahr would not be spending 5 million Deutschmarks on the launch campaign for „Leute.

Poster für die Zeitschrift "Leute", 1976

GGK Düsseldorf, Gruner + Jahr,977, Inserentenanzeige

Poster der Inserentenkampagne für "Leute", 1976

GGK Düsseldorf, Gruner + Jahr, 1977, Inserentenanzeige

Poster für die Zeitschrift "Leute", 1977

Plakat für die Zeitschrift LeuteGGK Düsseldorf, Gruner + Jahr,

Poster für die Zeitschrift "Leute", 1977

GGK Düsseldorf, Gruner + Jahr, 1977, Inserentenanzeige

CREDITS

Auftraggeber: Leute, Gruner + Jahr
Agentur: GGK Düsseldorf
Kreativdirektor: Michael Schirner
Texter: Michael Schirner
Artdirector: Helmut Rottke
Fotograf: Christian von Alvensleben, Jan Michael
Grafiker: Josef Emonts-Pohl
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