Archiv der Kategorie: Kunst

MICHAEL SCHIRNER, PLAKAT UND PRAXIS

Meterverlag, 1986

Michael Schirner, Plakat und Praxis, Text auf dem Rücktitel: Werner Büttner

Michael Schirner, Plakat und Praxis, Text auf dem Rücktitel: Werner Büttner, 1986

MEIN ARSCH GEHÖRT IHNEN

„Als Werner Büttner und Albert Oehlen vor zwei Jahren einen Verlag gründeten, bedurften sie exakt vier Dinge. Erstens eines Porträts des Illustrators Adolf Oehlen, dem Vater von Albert Oehlen, zweitens eines Brettes und drittens zweier Hämmer. Mit diesen Utensilien entwarfen sie das Programm des Verlages. Das Vaterporträt kündete dabei von der optischen Aufmachung künftiger Publikationen. Alle Bücher sollten ausschließlich mit Cartoons des Künstlervaters illustriert werden. Die drei übrigen Dinge gaben dem Verlag Rahmen und Namen. Aus Brett und Werkzeug montierten die Künstler ein Bücherbord, das die Hämmer als seitliche Buchstützen abschlössen. Dabei wurden sie derart installiert, dass sich zwischen ihren Schlagflächen ein Raum von exakt einem Meter Länge erstreckte. So gesellte sich zum Bildprogramm ein Produktionssoll. Es galt exakt so viele Bücher zu publizieren, dass sie genau den einen Meter des erstellten Bücherbordes ausfüllen. Folglich stand auch der Verlagsname fest: Meterverlag. Weitere Konditionen gab es für den jungen Verlag nicht.

Sechs Bücher zeugen bislang vom Bemühen der Verleger eine Bandbreite zu erstellen, die nicht nur den erforderlichen Meter füllt, sondern auch dem künstlerischen Äußerungsbedürfnis von Albert Oehlen und Werner Büttner seinen Raum gibt. Von beiden erschien das Buch Angst vor nice und von Werner Büttner der Gedichtband In Praise Of Tools And Women, des Weiteren, Mayo Thompson The Red Crayola, Gorky & Co., 33 Songs, Diedrich Diederichsen Elektra, Schriften zur Kunst, Sven Ake Johansson Gedichte und Gesänge, Michael Schirner Plakat und Praxis.“ Kunstforum Band 91, Realkunst

1986 bat Albert Oehlen Michael Schirner um Texte für ein Buch seines Meterverlags. Michael gab Albert zwei Texte: Das Plakat, eine Abhandlung über Gestaltung von Großflächenplakaten außerdem eine Sammlung von Briefen, die Gäste des S&M-Studios „Moderne Creation Düsseldorf“ an ihre Domina Gabi geschrieben hatten.

Titel: Michael Schirner Plakat und Praxis mit Illustration von Adolf Oehlen

Rücktiteltext von Albert Büttner:

„Traurig zu sagen, die mörderischen, kriegerischen Wahnsinnigen des Systems mit ihrem organisierten Massenmord. Krieg und Werbung – sie sind die schlimmste Scheiße von allem! Auf ihre Art sind sie schlimmer als Scheiße und Pisse und Verschmutzung! Sie sind mehr wie tödliches Gift. Sie sind wie verseuchtes, tödliches Typhuswasser, das Menschen tötet! Weißt Du, vor welcher Seuche sich die Welt heute am meisten fürchtet, und sie geraten darüber in Panik, und nötigen Dich, dagegen geimpft zu werden? Es ist die gefürchtete Werbung! Werbung ist giftiger, ansteckender Abfall, der Dich innerhalb einiger Stunden töten kann! Werbung ist die Kunst, die Menschen zu lieben/töten, ohne sie mit den Händen zu massieren, in sich einzuführen oder zu lutschen. Sie kann durch Fliegen, Fisch, Nahrung, Handcreme oder fast alles übertragen werden. Und ohne die Gnade des METERVERLAGES und sein wunderbares Heilen braucht sie nur ein paar Stunden, um auszubrechen, und Du bist hinüber!“

Seite 7, linke Spalte:

  1. Das Plakat in Beziehung zu sich.
  2. Dieser Beitrag hat zwei große Teile. Im zweiten Teil untersuche ich die Beziehung des Plakats zu den übrigen Medien der Kampagne, in der es erscheint. Im zweiten Teil beschäftige ich mich also nicht nur mit Plakaten, sondern auch mit Anzeigen und Filmen. Im ersten Teil untersuche ich die Beziehung des Plakats zu den übrigen Plakaten der Kampagne, von der es ein Teil ist. Es gibt drei arten von Beziehungen oder Relationen von Plakaten zu seinen Nachbarn: die Relation der Ähnlichkeit, der Unähnlichkeit und der Gleichheit. Sind die Pkakate einer Kampagne ähnlich oder unähnlich, sprechen wir von serien ähnlicher oder von Serien unähnlicher Plakate. Sind die Plakate einer Kampagne gleich, sprechen wir von Nicht-Serien oder Einzelplakaten.

1.1. Die Nichtserie oder das Einzelplakat

Seite 7, rechte Spalte

Auf den folgenden Seiten habe ich Ihnen für Ihnen für jede der 6 Pausen und der 6 Strafen aufgeschrieben, woran Sie mich dabei erinnern sollten. Es sind die Beschreibungen von Gelegenheiten, bei denen ich meinen Sadismus ausgelebt und erst dann im Nachhinein bedauert habe. Mit Ausnahme der letzten aktuellen Sache mit Ricarda sind diese Vorkommnisse nicht der entscheidende Grund für meinen Besuch bei Ihnen – der liegt in meinen auch masochistischen Phantasievorstellungen und in der Angst, bei immer stärker werdenden sadistischen Neigungen einmal etwas zu machen, was für mich unangenehme Konsequenzen hat. Wenn ich mich aber deswegen schon prügeln lassen muss, ist es

Seite 95

… Ich glaube, es ist wieder einmal an der Zeit, dass ich von Ihnen den Arsch versohlt bekomme. Ich möchte total von Ihnen erniedrigt werden. Einige Ohrfeigen würden mir ganz gut tun. Ihr Spezialgebiet sollte mein Hintern sein, den Sie kneifen und zwicken sollen. Falls Ihnen die Hände wehtun, vom Hintern hauen, nehmen Sie doch die Füße als Ersatz. Da mich nackte Füße immer schon interessiert haben, sollen diese mich ausgiebig in den Arsch treten, wofür ich Sie dann zum Dank lecke. Ich glaube, Sie werden meinen Hintern ordentlich einheizen, und mich als Spielobjekt betrachten, das nicht mehr sitzen kann.

MEIN ARSCH GEHÖRT IHNEN.

IHRE FÜßE GEHÖREN MIR GAR NICHT!

Beim Steirischen Herbst 87 in Graz traten Oliver Hirschbiegel und Michael Schirner gemeinsam in einer Performance auf. Sie standen rechts und links eines Rednerpultes, Hirschbiegel im schwarzen Outfit eines Ostjuden mit Kippa, Schirner in der Uniform eines Lufthansa Piloten. Beide lasen simultan aus Plakat und Praxis, Hirschbiegel las die linke Spalte der Seiten, Schirner die rechte.

Michael Schirner, Plakat und Praxis, Seite 6/7

Michael Schirner, Plakat und Praxis, Seite 6/7, 1986

Michael Schirner, Plakat und Praxis, Seite 94/95

Michael Schirner, Plakat und Praxis, Seite 94/95, 1986


COPYRIGHT

 

1986 Michael Schirner – Meterverlag

Illustrationen von Adolf Oehlen

Herausgegeben im Meterverlag

2000 Hamburg 20

Fettstraße 7a

 

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MICHAEL SCHIRNER, PICTURES IN OUR MINDS

NRW-Forum Düsseldorf, 2007

Katalog "Bilder im Kopf", Ausstellung im NRW-Forum Düsseldorf 2007, Titelabbildung: Thomas Demand

Bilder im Kopf, NRW-Forum Düsseldorf, Katalog, 2007

Katalog "Bilder im Kopf", Ausstellung im NRW-Forum Düsseldorf mit CD, 2007

Bilder im Kopf, NRW-Forum Düsseldorf, Katalog, 2007

Pictures in our ears

An den Wänden des Forums hingen 10 Audioplayer. Über Kopfhörer konnten Besucher die Beschreibung von 10 Bildern hören. An 10 Tagen strahlte der WDR 5 die Hörbilder aus. Ein Ausschnitt: „Soldaten sterben nicht. Soldaten fallen. Dieser fällt buchstäblich. Aber stirbt er auch? Hat ihn die Kugel getroffen? Oder wirft er sich im Dienste linker Propaganda rückwärts ins Gras? Sicher ist: Robert Capas Bild eines stürzenden spanischen Milizionärs zählt zu den berühmtesten Photographien des 20. Jahrhunderts. Es ist nicht das erste Kriegsfoto der Geschichte. Aber womöglich „das erste überzeugende Actionbild mitten aus dem Kriegsgeschehen heraus“, wie Carol Squiers formuliert. Richard Whelan spricht von der „erregendsten unmittelbarsten Momentaufnahme des Krieges“, die je gelungen sei. Russel Miller bezeichnet die Aufnahme als das „beste Kriegsfoto aller Zeiten. … Fact ist: Von 70.000 Aufnahmen, die der 1913 in Ungarn geborene Robert Capa gemacht hat, ist dies die weltweit bekannteste. Und die umstrittenste zugleich. Bis heute halten sich Gerüchte, das Bild sei inszeniert. Im Bildjournalismus sind Strategien der Inszenierung entschieden tabu. Wer Fotos stellt, riskiert seine Glaubwürdigkeit als Zeuge der Zeitgeschichte. Mehr noch: Er riskiert die Glaubwürdigkeit seines kompletten Oevres.“ Michael Koetzle

Weitere Hörbilder:

  • Migrant Mother, Nipomo, California, 1936 von Dorothea Lange
  • V.J. Day, 15. August 1945 von Alfred Eisenstedt
  • Marilyn Monroe auf Lüftungsschacht, 1954 von Sam Shaw
  • James Dean am Times Square, 1955 von Dennis Stock
  • Flucht aus Ost-Berlin, 15.August 1961 von Peter Leibing
  • Willy Brandt in Warschau, 1970 von Sven Simon
  • Das Mädchen von Vietnam, 1972 von Nick Ut
  • Hanns Martin Schleyer – Gefangener der RAF, 6. September 1977,
    aufgenommen von einem Mitglied der RAF
  • 11. September 2001, anonym

 

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MICHAEL SCHIRNER, PICTURES IN OUR MINDS

NRW-Forum Düsseldorf, 2007

Michael Schirner, Mao, Ze Dong swimming in Yang Zi Jiang, Siebdruck auf Leinwand, 1985 – 2013

Michael Schirner, Pictures in our Minds, Mao Tse-Tung swimming in Yang Tse-kiang, 2007

PICTURES IN THE MIND OF CHINESE PEOPLE

In der Ausstellung des NRW-Forum Düsseldorf 2007 wurden zusätzlich zu Pictures in our Minds und Pictures in our Ears  12 Pictures in the Mind of Chinese People veröffentlicht. Im Katalog erschien ein Beitrag von Michael Schirner mit dem Ergebnis einer Umfrage unter Chinesen; Kexin Zang und Michael Schirner hatten die Umfrage mit Studierenden der Central Academy of Fine Arts Beijing durchgeführt. Aus mehreren tausend Fotos und nach umfangreichen Recherchen, Gesprächen und Diskussionen wurden die 12 wichtigsten Bilder im Kopf der Chinesen ermittelt und im Katalog beschrieben. Die folgenden Bilder machen einen wesentlichen Teil des kollektiven Gedächtnisses  von über 1,3 Milliarden Chinesen aus:

Die Kaiserinwitwe Ci Xi in Gewändern eines Bodhisattva Alvalokites Vara

Das 1903 vom Prinzen Xun Ling gemachte Bild zeigt die Witwe des Kaisers Xian Feng sitzend, rechts und links von ihr zwei Frauen, im Hintergrund der gemalte Prospekt eines Bambushains, im Vordergrund Nachbildungen blühender Lotospflanzen. Zwei handbreit über dem Kopf der Kaiserinwitwe schwebt ein Schild mit ihrem Namenszug.

Es wird erzählt, Eunuchen hätten versucht, die Herrscherin von dem Fotoportrait abzuhalten und es sogar geschafft, dass Prinz Xun Ling eingesperrt wurde. Doch die Neugier von Ci Xi siegte, sie erlaubte dem Prinzen, das Bild zu machen, das nahezu jeder Chinese im Kopf hat, wenn er an Ci Xi denkt.

Peking-Oper-Star Mei Lang Fang und Chaplin schütteln sich die Hände

Das Bild von 1930 zeigt die zwei Weltstars der 20er und 30er in Chaplins Haus in Hollywood Hand in Hand in die Kamera lächelnd: Chaplin mit vollem schwarzen Haar und grauem Zweireiher, Mei Lang Fang im Chang Pao, dem knöchellangen Rock, mit Ma Gua, der kurzen Seidenjacke.

Als sein Manager die beiden vorstellen wollte, sagte Chaplin, er bewundere Mei Lang Fangs Schauspielkunst seit Jahren, worauf dieser erwiderte, er kenne Chaplin schon seit 10 Jahren mit Stock, Bärtchen und Melone aus seinen Filmen und sei völlig überrascht, ihn hier im grauen Anzug zu sehen. – Als beide sich 1936 in Shanghai wiedersahen, bemerkte der ergraute Chaplin: „Vor 10 Jahren hatten wir beide schwarze Haare, heute nur noch Sie“, worauf Mei Lang Fang sagte: „Wahrscheinlich weil ich nur Schauspieler bin, und Sie sehr viel mehr tun.“

Dr. Norman Bethune operiert einen Schwerverletzten im 2. Chinesisch-Japanischen Krieg

Das 1939 gemachte Bild zeigt Dr. Norman Bethune mit zwei chinesischen Sanitätern im Feldlazarett bei einer Operation über den geöffneten Körper eines Schwerverletzten gebeugt.

Der Kanadier Bethune, Pionier des Bluttransfusionsdienstes und des mobilen chirurgischen Feldlazaretts, der 1938 nach China kam, um Maos Soldaten im Chinesisch-Japanischen Krieg medizinische Hilfe zu leisten, dort oberster Truppenarzt wurde, tausende von Chinesen zu Ärzten ausbildete und abertausend Operationen an der Front durchführte, sich dabei infizierte und 1939 an einer Blutvergiftung starb, gilt noch heute in China als Held der Menschlichkeit.

Mao proklamiert die Gründung der Volksrepublik China

Das Bild vom 1. Oktober 1949 zeigt Mao hinter Mikrophonen am Tor des Himmlischen Friedens beim Verlesen der Erklärung zur Gründung der Volksrepublik.

Mit einem Druck auf den roten Knopf löst Mao das Hissen der Chinesischen Flagge und 28 mal 54 Salutschüsse aus. (Vor 28 Jahren wurde die Chinesische Kommunistische Partei gegründet, 54 Minderheiten gab es zu der Zeit in China.)

Mao, Ze Dong schwimmt im Yang Zi Jiang

Das Bild vom 1. Juni 1956 zeigt Mao, nahe Wu Chang beim Überqueren des Yang-Zi-Flusses.

Tausende folgten Mao ans andere Ufer, wo er sein Shui-Diao-Ge-Tou-Gedicht (Das Schwimmen) mit seinem Traum vom Drei-Schluchten-Damm vortrug. Die Überquerung des Yang-Zi-Flusses wiederholte Mao in den folgenden 10 Jahren 6 Mal.

Liu, Shao Qi ehrt Chuan Xiang für das Leeren der Toiletten Pekings

Das Bild vom 26. Oktober 1958 zeigt Präsident Liu, der dem zum nationalen Helden der Arbeit gewählten Shi die Hand schüttelt.

Bei der Ehrung soll der Präsident Shi gesagt haben: „Meine Aufgabe ist es, dem Volk zu dienen. Deine Aufgabe ist dieselbe. Der Unterschied liegt in der Arbeitsverteilung.“ – Während der Kulturrevolution wurde der Präsident verhaftet, ebenso der von ihm geehrte Held der Arbeit.

Der Soldat Lei, Feng

Das Bild zeigt Lei, Feng mit Pelzmütze und Kampfanzug, eine Maschinenpistole haltend.

Der am 15. August 1962 bei einem Unfall ums Leben gekommene 22jährige Soldat der Chinesischen Volksbefreiungsarmee wurde in den Wirren der Kulturrevolution (1966 – 1976) im Nachhinein von Mao als Held der Selbstlosigkeit und Hilfsbereitschaft ausgezeichnet.

Danach tauchten Fotos auf, die zeigen, wie er arbeitet, mit Kindern spielt, sein Geld verschenkt und Maos Werke studiert; seine Tagebücher wurden publiziert und machten seinen Opfermut bekannt: „Es sind die Menschen und die Regierung, die mir ein zweites Leben gegeben haben. Ich will mein endliches Leben für das unendliche Leben des Volkes geben.“  Seit jenen Tagen wurde „Lei, Feng“ in China zum Synonym für „den-Anderen-dienen“.

Der 5 Kilometer lange Abschied von Zhou, En Lai

Das Bild von 1976 zeigt den Platz des Himmlischen Friedens, im Vordergrund ein weißer, bekränzter Bus, dem eine Eskorte folgt, im Hintergrund ein langer Zug von Trauernden.

Zhou, En Lai, am 5. März 1898 geboren, war wichtiger Führer der Kommunistischen Partei Chinas und von 1949 an Premierminister der Volksrepublik, bis er am 8. Januar 1976 – einige Monate vor Mao – starb. Im April 1976 wurden Trauermärsche für Zhou von der „Vierer-bande“ (Maos Frau u.a.) gewaltsam aufgelöst.

Deng, Xiao Ping, einen Tag nach seinem Rückzug aus der Politik, zeitunglesend

Das Bild von 1990 zeigt Deng im Wohnzimmersessel zurückgelehnt mit hochgehaltener Zeitung und ausgestreckten Beinen. Neben ihm seine Frau, die dem Enkel auf ihrem Schoß ein Blatt Papier vorhält und ihm daraus vorliest.

Nach dem offiziellen Rückzug aus der Politik blieb Deng, unterstützt von seiner Familie, vor allem seinem Sohn Deng, Pu Pang, beratend für die Regierung und seinen Nachfolger Jiang, Ze Min tätig. – Im Mai 1990 reiste der ehemalige Bundeskanzler und Herausgeber der ZEIT Helmut Schmidt nach Peking und traf Deng, Xiao Ping.

Die Schülerin mit den großen Augen

Das Bild von 1991 zeigt eine 8jährige Schülerin, die einen Bleistift in der Hand hält und mit großen Augen in die Kamera blickt.

Der Fotojournalist Xie, Hai Long hat das Mädchen Su, Ming Juan an ihrem ersten Schultag in einem Dorf der An-Hui-Provinz fotografiert. Das Foto, in allen Zeitungen Chinas veröffentlicht, wurde zur Ikone für das „Hoffungsprojekt“, der Spendenaktion für die Ausbildung armer Kinder. – 1998 wurde Su Ersatzmitglied des Zentralkomitees der Partei und 2002 Mitglied des Komitees der Kommunistischen Jugend-Liga.

Der erste Taikonaut nach seiner Rückkehr aus dem All

Das Bild vom 16.10.2003 zeigt den 38jährigen Yang, Li Wei in weißem Raumanzug mit erhobener Hand grüßend, umgeben von einem Team in roten Overalls.

Den 21 Stunden dauernden Flug kommentierte der erste Taikonaut: „Aus dem Weltraum sieht die Erde wunderschön aus, doch die Chinesische Mauer habe ich nicht gesehen.“ – Da man in China das nationale Symbol des Landes für das einzige Bauwerk hält, das aus dem All zu sehen ist, sorgte sein Kommentar für Diskussion. Einige vermuten, Yang hätte wegen schlechten Wetters den Stolz der Chinesen übersehen.

Chinas Mongolei-Kuhjoghurt-Supergirl 2005 mit Panda

Das Bild vom 20. Januar 2006 zeigt das Supergirl Li, Yun Chun, das neben einem vergitterten Container mit Panda hockt.

Li, Yu Chun, 21, die von 400 Millionen TV-Zuschauern zum Supergirl 2005 (dem chinesischen „Deutschland sucht den Superstar“) gewählt wurde, ist eine Studentin, die wie ein Mann singt, sich manchmal wie Mick Jagger anzieht und für mongolischen Kuh-Joghurt wirbt. Anlässlich einer Werbeveranstaltung des Kaufhaus’ „Panda“ in Cheng Du adoptierte sie einen jungen Panda, der aus Wo Long eingeflogen, auf der Bühne mit ihr präsentiert wurde und vom Lärm des Publikums und den Blitzlichtern der Photographen verschreckt, in Ohnmacht fiel, was Tierschützer aufbrachte und die Regierung veranlasste, die Wahl des Supergirls in Zukunft zu untersagen.

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MICHAEL SCHIRNER, PICTURES IN OUR MINDS

NRW-Forum Düsseldorf, 2007

Michael Schirner, Ausstellung im NRW-Forum Düsseldorf 2007, Exhibition Shot

Michael Schirner, Bilder im Kopf, Performance shot, NRW-Forum Düsseldorf 2007

COW YOGURT SUPER GIRL

In der Ausstellung im NRW Forum Düsseldorf 2007 sahen die Besucher 7 Pictures in our Minds, mit denen Michael Schirner Menschenrechte für Tiere einfordert.

Michael Schirner, PICTURES IN OUR MINDS, The head of the South Vietnamese police shooting a panda, Siebdruck auf Leinwand, 2007

Michael Schirner, Pictures in our Minds, The head of the South Vietnamese police shooting a panda, 2007, Siebdruck auf Leinwand, 120 x 120 cm

Michael Schirner, PICTURES IN OUR MINDS, The footprint of the first panda on the moon, Siebdruck auf Leinwand, 2007

Michael Schirner, Pictures in our Minds, The footprint of the first panda on the moon, 2007, Siebdruck auf Leinwand, 120 x 120 cm

Michael Schirner, PICTURES IN OUR MINDS, Genetically manipulated panda with an ear growing on his back, Siebdruck auf Leinwand , 2007

Michael Schirner, Pictures in our Minds, Genetically manipulated panda with an ear growing on his back, 2007, Siebdruck auf Leinwand, 120 x 120 cm

Michael Schirner, PICTURES IN OUR MINDS, Michael Jackson holding a panda baby out of the window of the Adlon Hotel, Siebdruck auf Leinwand, 2007

Michael Schirner, Pictures in our Minds, Michael Jackson holding a panda baby out of the window of the Adlon Hotel, 2007, Siebdruck auf Leinwand, 120 x 120 cm

Michael Schirner, PICTURES IN OUR MINDS, China's Mongolian Cow Yogurt Super Girl 2005 with panda, Siebdruck auf Leinwand, 2007

Michael Schirner, Pictures in our Minds, China’s Mongolian Cow Yogurt Super Girl 2005 with panda, 2007, Siebdruck auf Leinwand, 120 x 120 cm

Michael Schirner, PICTURES IN OUR MINDS, The last picture of Bruno, Siebdruck auf Leinwand, 2007

Michael Schirner, Pictures in our Minds, The last picture of Bruno, 2007, Siebdruck auf Leinwand, 120 x 120 cm

Michael Schirner, PICTURES IN OUR MINDS, The last picture of the bear Mitrofan, Siebdruck auf Leinwand, 2007

Michael Schirner, Pictures in our Minds, The last picture of the bear Mitrofan, 2007, Siebdruck auf Leinwand, 120 x 120 cm

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MICHAEL SCHIRNER, PICTURES IN OUR MINDS

Messe Hamburg, 1985

Michael Schirner, Pictures in our Minds, Hamburg 1985, Exhibition Shot

Michael Schirner, Pictures in our Minds, Exhibition shot, Messe Hamburg 1985

EINE FOTOAUSSTELLUNG OHNE FOTOS

Der Intermedia-Kongress 1985, die Messe der neuen Medien in Hamburg, war der Anlass. Hier wollte das Magazin STERN ein Zeichen setzen und die Kraft und Überlegenheit des gedruckten Mediums exemplarisch demonstrieren. Für die Demonstration des Printmediums galt es, ein Ausstellungskonzept zu finden, eine Form der Präsentation für die stärksten Bilder, die je in Zeitschriften und Zeitungen veröffentlicht wurden. Uns war klar, dass es nicht damit getan war, die bekannten journalistischen Fotos in einer Ausstellung nebeneinander zu hängen. Wir wollten die Technik der Kommunikation von Imaginärem in der Kunst auf die Spitze treiben, indem wir uns weit entfernten von Referenzen auf Außenliegendes, uns stattdessen auf das Innere des Betrachters, seine Fantasie- und Gedankenarbeit beziehen. Wir machten den Betrachter zu seinem Medium: Die Hardware ist sein Gehirn, die Software seine Imagination, auf seiner Festplatte sind alle Bilder, die in seinem Kopf gespeichert sind. Deshalb gaben wir dem Projekt den Titel Pictures in our Minds. Die Besucher der legendären Ausstellung Pictures in our Minds betraten eine Fotoausstellung ohne Fotos. Statt der Bilder sahen sie schwarze Tafeln, auf denen in weißer Schrift die Beschreibungen bekannter Fotos zu lesen sind. Die Texte auf den Tafeln des imaginären Museums ließen die Bilder in den Köpfen der Betrachter entstehen. Hier war nur noch die Imagination des Betrachters gefordert, das Schwarze der Tafeln aufzuhellen. Das ist Kunst der Zukunft: Das Bild muss es aushalten können, ganz in der Imagination des Betrachter zu verschwinden. Der Text, und vor allem der Autor, müssen dasselbe aushalten können.

Michael Schirner, The footprint of the first man on the moon, 1985 – 2013, Siebdruck auf Leinwand

Michael Schirner, Pictures in our Minds, The foot-print of the first man on the moon, 1985, Fine Art Print

Lassen Sie uns einen Blick in die Ausstellung werfen. Sie sehen eine 120 x 120 cm große schwarze Tafel. Sie lesen den Text darauf: „The footprint of the first man on the moon“. Der Fußabdruck des ersten Menschen auf dem Mond. Sie schließen die Augen. Vor Ihrem inneren Auge tauchen die Bilder der ersten Mondlandung auf: Ein Astronaut. Die Mondoberfläche. Der Boden im Close up. Der Fußabdruck des moonboots. Sie sind Schöpfer des Bildes in Ihrem Kopf. Es ist Ihr Bild. Sie sind der Fotograph. Es ist Ihr Fußabdruck. Sie sind der erste Mensch auf dem Mond.

Michael Schirner, Crowds on the Berlin Wall, 1985 – 2013, Siebdruck auf Leinwand

Michael Schirner, Pictures in our Minds, Crowds on the Berlin Wall, 1985, Fine Art Print

Sie lesen: „Crowds on the Berlin wall“. Sie machen aus dem Bild an der Wand ein Bild in Ihrem Kopf. Das Bild der Menge auf der Berliner Mauer ist Ihr Werk. Ihr Bild ist stärker als die Fotovorlage, weil es seit dem Fall der Mauer ein Teil von Ihnen ist. Alle Bilder in Ihrem Kopf sind stärker, intensiver, bewegender als die Bildvorlagen in Zeitungen, Zeitschriften, Fernsehen, Kino, Museen etc. weil es Ihre Bilder sind. Ihr geistiges Eigentum. Sie sind der Schöpfer Ihrer Bilder.

Michael Schirner, Tortured Iraqi prisoner with hood, 1985 – 2013, Siebdruck auf Leinwand

Michael Schirner, Pictures in our Minds, Tortured Iraqi prisoner with hood, 1985, Fine Art Print

Der gefolterte Gefangene Iraker mit Kapuze. Wenn Sie das Bild nicht gleich vor Augen haben, weil es in Ihrem kollektiven Gedächtnis schlummert, wecken Sie es nicht, lassen Sie es schlummern. Sie wissen, es ist auf Ihrer Festplatte im Ordner mit Bergen nackter, kotbeschmierter gefolterter, gefangener Iraker. Da ist es: der Kapuzenmann mit Mantel und ausgebreiteten Armen in Abu Ghraib… die Stromkabel an seinen Händen.

Michael Schirner, Marilyn Monroe poised over a subway air-shaft, 1985 – 2013, Siebdruck auf Leinwand

Michael Schirner, Pictures in our Minds, Marilyn Monroe poised over a subway air-shaft, 1985, Fine Art Print

Marilyn Monroe auf Subway-Luftschacht. In Ihrem Kopf läuft ein Film ab. Sie sind Regisseur- und Protagonistin. Ihr weißer Rock fliegt höher und höher; sie haben Mühe, ihn mit den Händen festzuhalten. Der Filmtitel? Richtig: Das verflixte 7. Jahr. Nur an den Namen des Herrn am linken Bildrand können Sie sich nicht mehr erinnern. Oder doch?

Michael Schirner, Naked Vietnamese child fleeding after a napalm attack, 1985 – 2013, Siebdruck auf Leinwand

Michael Schirner, Pictures in our Minds, Naked Vietnamese child fleeding after a napalm attack, 1985, Fine Art Print

Das Bild des nackten vietnamesischen Kindes, das nach einem Napalm-Angriff schreiend auf der Straße von Trang Bang flieht. Ihr Bild sorgte dafür, dass der Vietnamkrieg beendet wurde. Das Bild hat die Welt zu verändern.

Michael Schirner, Wreckage of the World Trade Center, 1985 – 2013, Siebdruck auf Leinwand

Michael Schirner, Pictures in our Minds, Wreckage of the World Trade Center, 1985, Fine Art Print

Die Trümmer des World Trade Center. Das Bild führte dazu, dass der Krieg gegen den Terrorismus begann. Das Bild vom erschossenen Bin Laden fehlt in Ihrer Sammlung.

Michael Schirner, Albert Einstein sticking his tongue out, 1985 – 2013, Siebdruck auf Leinwand

Michael Schirner, Pictures in our Minds, Albert Einstein sticking his tongue out, 1985, Fine Art Print

Das Tolle an den Bildern in Ihrem Kopf – im Gegensatz zu normalen Kunstwerken, von denen es immer mehr gibt und die immer mehr Platz wegnehmen – ist, dass bei Ihren Bildern im Kopf die Kosten für Lager-, Transport- und Versicherung gleich Null sind. Das heißt, Ihre Bilder sind äußerst umweltfreundliche und platzsparende Kunst. Vielleicht streckt Albert Einstein deshalb allen Sammlern von analogen Kunstwerken die Zunge raus.

Michael Schirner, Portrait of Che Guevara, 1985 – 2013, Siebdruck auf Leinwand

Michael Schirner, Pictures in our Minds, Portrait of Che Guevara, 1985, Fine Art Print

Das Portrait von Che Guevara. Es ist Ihr Portrait. Sie sind der Che Guevara der Kunst der Zukunft. Sie sind Sammler, Kurator, Künstler und Betrachter in einer Person. Mit dem imaginären Museum der Bilder in Ihrem Kopf sind Sie im Besitz der größten und eindrucksvollsten Sammlung, die es gibt. Und das Tolle: Alle Werke sind das Ergebnis Ihrer Fantasie- und Gedankenarbeit. Sie sind Schöpfer der faszinierendsten Bilder der Welt.

DER KREATIVE IKONOKLASMUS

Hans Ulrich Reck

Dass Bilder erst wirklich ’sind‘, nämlich lebendig wirken, in einer aktuellen Wahrnehmung, gilt schlechterdings für alle Bilder. Besonders aber für diejenige Art von Bildern, die man als artifizielle Konstrukte bezeichnen kann. Bilder also, die nichts anderes sein wollen als ein Anstoß, ein Anlass oder Ausgangspunkt solcher Wahrnehmung.

Es handelt sich hier wesentlich um eine Errungenschaft der radikalen Moderne, die an die Stelle ritueller und auratischer, religiöser und sakraler Bilder die ästhetische Reflektion gesetzt hat. Diese aber keineswegs nur abstrakt, als philosophische Kategorie, sondern in poetischer Gestalt.

Seit zum Beispiel Kasimir Malewitsch bedeutet, Bilder zu sehen, sich zur eigenen Wahrnehmung in ein aktives Verhältnis zu setzen. Bedeutet, das Sehen zu sehen und die Wahrnehmung an den Mechanismen der Wirkung von Bildern zu betrachten.

Das Gefüge in der Verbindung zwischen Autor, Werk, Betrachter wird komplizierter. Die Bilder verlieren ihre bisherige Autorität und gewinnen neue Kraft. Sie verwandeln sich von Repräsentanten eines Sinns zu ‚Kraftwerken‘ einer Erfahrung. Es verschiebt sich im Zuge der modernen Poetik das Werk und die Autorität seines Erzeugers auf den Gang der Erfahrungen auf Seiten des Betrachters.

Die Bedeutung der Bilder ist ihr Gebrauch in der Gesellschaft. So könnte man bildtheoretisch Wittgensteins Auffassung vom Gebrauch der Sprache umschreiben. Auch für die Bilder gilt, dass sie nicht in ein einziges Sprachspiel aufgelöst werden können, sondern dass stets viele und diverse Formen und Weisen des Visuellen gegeben sind. Schirners Werk legt folgende Diagnose nahe: Die schöpferischen Leistungen der Rezipienten müssen neu und angemessen auch in den Konsequenzen der Nutzung der Bilder im öffentlichen Gebrauch bewertet werden. Die Bilder sind öffentliche Medien geworden. Sie sind konsequent in ihrer öffentlichtkeitsmodellierenden Kraft zu erkennen und zu diskutieren. Künstler, die durch Bekanntheit ihrer Werke, also genuine Bild- und Werkerfindungen, in den Zirkulationsbereich strikter öffentlicher Bilder hineingehören, sind eben solche, die den Bestand der lebensweltlichen Kommunikation in ihre Bildfindungen einbeziehen. Das gilt für Picassos ‚Guernica‘ ebenso wie für die Werke der Pop Art. Und eben auch für Michael Schirner. Man kann die Sachlage so zusammenfassen: Das 20. Jahrhundert hat den Betrachter als produktive, ja schöpferische Instanz in das Werk selber integriert. Das Werk verschiebt sich auf den Prozess, der Anspruch des Autors auf die Wirkweisen des Mediums.

Kreieren bedeutet nun vorrangig: Inszenieren, Arrangieren, Edieren, immer wieder neu Thematisieren. Die Kräfte haben sich verschoben, das Dispositiv verwandelt.

Die privilegierte, ontologisch starre Position eines hierarchisch und autoritativ allem Prozessualen enthobenen, genuinen und originären Erfinders als Figur ‚des‘ Künstlers ist überholt. ‚Kunst ohne Werk‘, ‚Kunst ohne Künstler‘ sind entscheidende Stichworte der Beschreibung und Errungenschaften der Künste im 20. Jahrhundert.

Auszug des Beitrags von Hans Ulrich Reck, Professor der Kunstgeschichte und Medientheorie an der Medienkunsthochschule in Köln, zu Pictures in our Minds von Michael Schirner in internationalen Fotozeitschrift foam #31ref. Sommer 2012.

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DER LÄRM VOM KLICKEN

Photo Porst, 1980

Anzeige für die Fotoaktion "Die Minute des Jahres", 1980

GGK Düsseldorf, Photo Porst, 1980, Tageszeitungsanzeige

21.6.1980, 16:00 –16:01

Photo Porst, ehemals „Das größte Photohaus der Welt“, plante ein Comeback. Michael Schirner wollte Photo Porst wieder zu dem machen, was Porst damals in den 60er Jahren für ihn und alle Fotoamateure war: Fotolehrer der Nation und beste Adresse für Foto- und Filmbedarf. Michael Schirner und sein Artdirector Axel Hinnen machten in Tageszeitungen doppelseitige Anzeigen mit einem riesigen Zeigefinger über dem Auslöser einer Kamera, darunter das Motto der Aktion Die Minute des Jahres, Lauftext:

„Wir möchten Sie einladen, bei dem Fotoereignis des Jahres mitzumachen. Es heißt Die Minute des Jahres oder eine Nation knipst sich selbst und geht so: An einem Tag dieses Jahres, dem 21.6.1980, während einer Minute dieses Tages, von 16.00 Uhr bis 16.01 Uhr, sollen die 18 Millionen Deutsche, die einen Fotoapparat besitzen, dort ein Foto machen, wo sie gerade sind. Soweit wir wissen, ist so ein Fotoprojekt noch nie gemacht worden. Wer darüber nachdenkt, kann leicht ins Schwärmen kommen. Das Schöne daran ist, dass das größte Fotoportrait des Landes von denen gemacht wird, die darin leben. Jeder leistet mit dem Foto aus seinem Leben einen wichtigen Beitrag.

Die vielen Fotos, die überall in Deutschland gemacht werden, geben zusammen eine herrliche Dokumentation der Minute von uns allen. Wir könnten dann im Fotoalbum unseres Landes blättern, könnten uns darin wiederfinden und unseren Kindern später einmal zeigen, wie es damals war, am 21.6.1980 von 16.00 Uhr bis 16.01 Uhr.

Was dann? Wir von Photo Porst werden alle Bilder in einer großen Fotoausstellung veröffentlichen. Jedes Bild, das uns geschickt wird, stellen wir aus. Außerdem veröffentlichen wir die die ersten 10.000 Bilder, die wir kriegen, in 3 Bildbänden. Außerdem drehen wir über Die Minute des Jahres einen Film, der überall in Deutschland gezeigt wirdWas gibt’s? Unter allen Einsendern verlosen wir 5 Fotoweltreisen, jede im Wert von 10.000 Mark. Auf Wunsch auch bar.

Wie geht’s? Sie können mit jeder x-beliebigen Kamera und jedem x-beliebigen Negativ-Film mitmachen. Knipsen Sie am Samstag, den 21. Juni von 16.00 Uhr bis 16.01 Uhr. Machen Sie mehrere Bilder. Am besten knipsen Sie den ganzen Film voll. Egal, was Sie knipsen, jedes Bild, das in der Minute gemacht wird, ist gut für Die Minute des Jahres. Sie können Ihren Minuten-Film in jedem Fotogeschäft entwickeln lassen. Von den entwickelten Bildern suchen Sie dann das aus, was Sie am schönsten finden. Dann kleben Sie einen Zettel auf die Rückseite des Bildes und schreiben Namen und Adresse drauf. Schreiben Sie auch kurz drauf, was Sie fotografiert haben, zum Beispiel: „Meine Frau im Garten“.

Was knipsen? Zum Beispiel: „Picknick am Meer“, „Horst beim Autowaschen“, „Der Himmel über Wanne-Eickel“, „Im D-Zug nach München“, „Spaziergang am Rhein“, „Blick aus meinem Arbeitszimmer“, „Mein Mann beim Autowaschen“, „Die ganze Familie bei Kaffee und Kuchen“ usw.

Wie mitmachen? Schicken Sie Ihr Bild an Photo Porst, Am Falbenholzweg 1, 1, 8540 Schwabach. Einsendeschluss ist der 31.7.1980. Nicht vergessen: Auf den Auslöser gedrückt wird am Samstag, den 21.6. um vier Uhr nachmittags. Der Lärm vom Klicken wird ohrenbetäubend sein.

Teilnehmerfoto, "Die Minute des Jahres", 1980

GGK Düsseldorf, Photo Porst, 1980, Teilnehmerfoto

Teilnehmerfoto, "Die Minute des Jahres", 1980

GGK Düsseldorf, Photo Porst, 1980, Teilnehmerfoto

Teilnehmerfoto, "Die Minute des Jahres",1980

GGK Düsseldorf, Photo Porst, 1980, Teilnehmerfoto

Teilnehmerfoto, "Die Minute des Jahres", 1980

GGK Düsseldorf, Photo Porst, 1980, Teilnehmerfoto

Teilnehmerfoto, "Die Minute des Jahres", 1980

GGK Düsseldorf, Photo Porst, 1980, Teilnehmerfoto

Foto eines Teilnehmers von "Die Minute des Jahres", 1980

GGK Düsseldorf, Photo Porst, 1980, Teilnehmerfoto

Foto eines Teilnehmers von "Die Minute des Jahres", 1980

GGK Düsseldorf, Photo Porst, 1980, Teilnehmerfoto

CREDITS

Auftraggeber: Photo Porst Schwabach
Agentur: GGK Düsseldorf
Kreativdirektor: Michael Schirner
Texter: Michael Schirner
Artdirector: Axel Hinnen, Dieter Pisculla
Fotograf: Bill Stuart
Grafiker: Günter Classen, Beate Lorbeer
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MICHAEL SCHIRNER, VERDIENT DIE MILKA-KUH DEN NOBEL-PREIS FÜR LITERATUR?

Intervention im Oberlandesgericht Düsseldorf, 1982

Intervention im Oberlandesgericht Düsseldorf, Szenenfoto, 1982

Michael Schirner, Verdient die Milka-Kuh den Nobelpreis für Literatur? Intervention, Oberlandesgericht Düsseldorf, 1982

Der Prozess

1982 hatte ich für den BDW Deutscher Kommunikationsverband eine Aktion durchgeführt, in der ich mich mit dem Verhältnis von Werbung zur Literatur auseinandersetzte. Ich hatte zwei Literaten und zwei Werbeleute in den großen Saal des Oberlandesgerichts in Düsseldorf geladen zum Verhandeln der Frage: Verdient die Milka-Kuh den Nobelpreis für Literatur?

Richter war der Journalist  Felix Perelsztein, der eine Nachbildung der lila Kuh vor sich hatte; rechts neben ihm saßen die Autoren Hans Magnus Enzensberger und Gaston Salvatore, links die Schweizer Werber Martin Suter und Silvio Rizzi . In der Verhandlung verlasen die beiden Werber elaborierte literarische Texte, während Hans Magnus Enzensberger und Gaston Salvatore Inserenten-Werbung machten für ihre gerade gegründete Zeitschrift Transatlantik.

Martin Suter: ,,Meine Damen und Herren, Venedig versinkt, und wir fragen uns, ob die Milka-Kuh den Nobelpreis für Literatur verdient. Gestatten Sie mir, an dieser Stelle zu antworten: ,Muh‘ … Ich beantrage, dass die Milka-Kuh in Abwesenheit vom Versuch, den Nobelpreis für Literatur zu ergattern, freigesprochen wird. Der Kläger Michael Schirner ist zu den Gerichtskosten verurteilt. Die Nebenklägerschaft Enzensberger/Salvatore zu den Nebenkosten. Der Beklagten und Venedig sind angemessene Entschädigungen zu entrichten.“

Silvio Rizzi : ,,Was ein Schriftsteller schreibt, ist nie etwas anderes als Werbung für ihn selbst … Ich bitte die Schriftsteller unter Ihnen, auch die Journalisten, wenn solche dabei sind, eine einzige Zeitschriftenseite zu schreiben, auf der nur Zustimmendes gesagt wird, das Wort ,ich‘ nie erscheint und ebenso wenig der Name des Verfassers. In einer Ecke ist der verbale Hinweis ,Anzeige‘ zu dulden, der auf die bezahlte und kommerzielle Art der Publikation deutet. Sollte sich unter den Angesprochenen jemand imstande fühlen, diese Seite zu schreiben und darauf für einen Gegenstand nach freier Wahl zu werben, jedoch nicht für die eigene Person, ist die GGK bereit, die Erscheinungskosten in Transatlantik zu übernehmen. Einsendeschluss ist der 31. Oktober.“

Dass Literaten und Werber ihre angestammten Rollen tauschten, wertete der Richter als Indiz dafür, dass die Milka-Kuh den Nobelpreis für Literatur verdiene und wünschte Transatlantik viele Werbe-Insertionen.

Ich habe dann eine weiße doppelseitige Anzeige in Transatlantik veröffentlicht, auf der nichts anderes zu sehen ist als oben links sehr klein „GGK“.

Gaston Salvatore und Hans Magnus Enzensberger, Intervention im Oberlandesgericht Düsseldorf, Szenenfoto, 1982

Michael Schirner, Verdient die Milka-Kuh den Nobelpreis für Literatur? Intervention, Oberlandesgericht Düsseldorf, 1982

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MICHAEL SCHIRNER, LOREM IPSUM

Galerie Anna Klinkhammer, Düsseldorf, 2002

Michael Schirner, Lorem ipsum, ohne Titel (Jesus), 1993, Öl auf Leinwand

Michael Schirner, Lorem ipsum, ohne Titel (Jesus), 2002, Öl auf Leinwand

DIE AURA

Michael Schirner entwickelte mit seinem Team mit für die Kampagne zur Bewerbung von Berlin um die Olympischen Spiele im Jahr 2000 das Maskottchen als Punkt-Komma-Strich-Bärchengesicht auf gelben Grund. Das Bärchen wurde Moderator der Bewerbungskampagne und wollte Berliner und IOC für Olympia in Berlin 2000 gewinnen. Es erschien auf Plakaten, Anzeigen, T-Shirts, Mützen etc. wurden angeboten. Doch die Stimmung für Olympia in Berlin – zwei Jahre nach dem Fall der Mauer – war nicht gut. Auch weil die Berliner die Olympischen Spiele nicht wollten, bekam die Stadt den Zuschlag für die Spiele nicht. Strahlender Gewinner ist das Bärchen, das alle lieben und das weiter lebt auf Mützen, Buttons, T-Shirts, Tassen, Taschen, Kissen etc., die in Berliner Souvenier-Läden Absatz finden.

Da Michael Schirner auch hier belegen wollte, dass Werbung nur Kunst ist und Kunst nur Werbung, verewigte er das Bärchengesicht auf Ölbildern der Serie Lorem ipsum. Die Bilder sind eine Weiterentwicklung seiner Serie Kisuaheli neumix. Jedes seiner Ölbilder zeigt die Aura einer Persönlichkeit der Weltgeschichte, die sich hinter der Maske des Olympia-Bärchens verbirgt. Im Bildtitel wird der Name der jeweiligen Persönlichkeit in Klammern angegeben, z.B. ohne Titel (Jesus), ohne Titel (Napoleon), ohne Titel (Shakespeare), ohne Titel (Leonardo da Vinci), ohne Titel (Abraham Lincoln), ohne Titel (Adolf Hitler), ohne Titel (Aristoteles), ohne Titel (Alexander der Große), ohne Titel (Buddha), ohne Titel (Josef Stalin), ohne Titel (Albert Einstein), ohne Titel (Winston Churchill), ohne Titel (Konrad Adenauer), ohne Titel (Pablo Picasso), ohne Titel (Mao Tse-tung), ohne Titel (Charlie Chaplin), ohne Titel (Michail Gorbatschow), ohne Titel (Konfuzius), ohne Titel (George Washington). Michael Schirners Öl-Bilder der Serie Lorem ipsum wurden 2002 in der Galerie Anna Klinkhammer Düsseldorf ausgestellt.

Michael Schirner, Lorem ipsum, ohne Titel (Napoleon), 1993, Öl auf Leinwand

Michael Schirner, Lorem ipsum, ohne Titel (Napoleon), 2002, Öl auf Leinwand

Michael Schirner, Lorem ipsum, ohne Titel (Shakespeare), 1993, Öl auf Leinwand

Michael Schirner, Lorem ipsum, ohne Titel (Shakespeare), 2002, Öl auf Leinwand

Michael Schirner, Lorem ipsum, ohne Titel (Leonardo da Vinci), 1993, Öl auf Leinwand

Michael Schirner, Lorem ipsum, ohne Titel (Leonardo da Vinci), 2002, Öl auf Leinwand

Michael Schirner, Lorem ipsum, ohne Titel (Abraham Lincoln), 1993, Öl auf Leinwand

Michael Schirner, Lorem ipsum, ohne Titel (Abraham Lincoln), 2002, Öl auf Leinwand

Michael Schirner, Lorem ipsum, ohne Titel (George Washington), 1993, Öl auf Leinwand

Michael Schirner, Lorem ipsum, ohne Titel (George Washington), 2002, Öl auf Leinwand

Michael Schirner, Lorem ipsum, ohne Titel (Adolf Hitler), 1993, Öl auf Leinwand

Michael Schirner, Lorem ipsum, ohne Titel (Adolf Hitler), 2002, Öl auf Leinwand

Michael Schirner, Lorem ipsum, ohne Titel (Aristoteles), 1993, Öl auf Leinwand

Michael Schirner, Lorem ipsum, ohne Titel (Aristoteles), 2002, Öl auf Leinwand

Michael Schirner, Lorem ipsum, ohne Titel (Alexander der Große), 1993, Öl auf Leinwand

Michael Schirner, Lorem ipsum, ohne Titel (Alexander der Große), 2002, Öl auf Leinwand

Michael Schirner, Lorem ipsum, ohne Titel (Buddha), 1993, Öl auf Leinwand

Michael Schirner, Lorem ipsum, ohne Titel (Buddha), 2002, Öl auf Leinwand

Michael Schirner, Lorem ipsum, ohne Titel (Konfuzius), 1993, Öl auf Leinwand

Michael Schirner, Lorem ipsum, ohne Titel (Konfuzius), 2002, Öl auf Leinwand

Michael Schirner, Lorem ipsum, ohne Titel (Josef Stalin), 1993, Öl auf Leinwand

Michael Schirner, Lorem ipsum, ohne Titel (Josef Stalin), 2002, Öl auf Leinwand

Michael Schirner, Lorem ipsum, ohne Titel (Albert Einstein), 1993, Öl auf Leinwand

Michael Schirner, Lorem ipsum, ohne Titel (Albert Einstein), 2002, Öl auf Leinwand

Michael Schirner, Lorem ipsum, ohne Titel (Winston Churchill), 1993, Öl auf Leinwand

Michael Schirner, Lorem ipsum, ohne Titel (Winston Churchill), 2002, Öl auf Leinwand

Michael Schirner, Lorem ipsum, ohne Titel (Konrad Adenauer), 1993, Öl auf Leinwand

Michael Schirner, Lorem ipsum, ohne Titel (Konrad Adenauer), 2002, Öl auf Leinwand

Michael Schirner, Lorem ipsum, ohne Titel (Pablo Picasso), 1993, Öl auf Leinwand

Michael Schirner, Lorem ipsum, ohne Titel (Pablo Picasso), 2002, Öl auf Leinwand

Michael Schirner, Lorem ipsum, ohne Titel (Mao Tse-tung), 1993, Öl auf Leinwand

Michael Schirner, Lorem ipsum, ohne Titel (Mao Tse-tung), 2002, Öl auf Leinwand

Michael Schirner, Lorem ipsum, ohne Titel (Charlie Chaplin), 1993, Öl auf Leinwand

Michael Schirner, Lorem ipsum, ohne Titel (Charlie Chaplin), 2002, Öl auf Leinwand

Michael Schirner, Lorem ipsum, ohne Titel (Michail Gorbatschow), 1993, Öl auf Leinwand

Michael Schirner, Lorem ipsum, ohne Titel (Michail Gorbatschow), 2002, Öl auf Leinwand

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OH WUNDER!

Lettre International, 1988

Anzeige zur Einführung der Kulturzeitschrift "Lettre International", 1988

Michael Schirner Werbe- und Projektagentur, Lettre International, 1988, Zeitschriftenanzeige

BLEI UND ÖL

Lettre International ist die von Frank Berberich als Kulturzeitschrift seit Mai 1988 in Berlin herausgegebene deutsche Ausgabe der 1984 in Paris von Antonin J. Liehm gegründeten, französischen Publikation Lettre Internationale. In Frankreich war Lettre ausschließlich mit langen Textbeiträgen erschienen. Frank Berberich bat Michael Schirner um Entwicklung eines Konzepts für Design und Werbung der deutschen Lettre. Schirner empfahl, Titel und Innenseiten jeder Ausgabe mit Werken vonbekannten Künstler gestalten zu lassen. Schirner sprach zahlreiche internationale Künstler an und bat um Arbeiten für die jeweiligen Ausgaben. Für Lettre Nr.1 malte Jörg Immendorff einen Zyklus von Ölbildern. Schirner warb mit einem Zitat von Milan Kundera: „Oh Wunder, eine europäische Zeitschrift von außergewöhnlichem Niveau.“

Beitrag aus Wikipedia mit Überschrift „Zusammenarbeit mit Künstlern“: „Titelbilder und weitere Seiten im Innenteil werden exklusiv von Künstlern gestaltet. Zahlreiche internationale Künstler haben die Zeitschrift visuell geprägt, darunter Jörg Immendorff, der die erste Ausgabe gestaltete, Miquel Barcelò (2004), Ai Weiwei (2009), Georg Baselitz (1989 und 2008), Sigmar Polke (1989), Rebecca Horn (1990), Rosemarie Trockel (1994), Tobias Rehberger (2012 und 2018), Ilya Kabakov (1990), Marina Abramović (1993), A. R. Penck (1988), Jorinde Voigt (2015), Gerhard Richter (1996), Max Grüter (2003 und 2009) und Valérie Favre (2016).

Die großzügige Positionierung von Fotografie, Fotoportfolios sowie der Einsatz konzeptioneller, künstlerischer, essayistischer, dokumentarischer oder Reportage-Fotografie gehören zu den wesentlichen visuellen Bestandteilen des Heftes.[11][2] Beitragende Photographen waren unter anderem Quentin Bertoux, Daniel Schwartz, Cristiana Garcia Rodero, Sebastião Salgado, Massimo Berruti, Rodrigo Abd, Graciela Iturbide, Tian Doan Na Champassak, JR, Hans Hansen, Paolo Pellegrin, Olafur Eliasson, Juan Manuel Castro Pietro, Matt Black, oder Robert Longo.

Jede Ausgabe von Lettre International ist konzipiert als Kombination verschiedener Textsorten, Kunstformen und Themen, eine Komposition von textlichen und bildlichen Beiträgen, ein „Versuch, bildende Kunst und Politik zusammenzudenken“. Weltpolitik und Geschichte, Philosophie und Religion, Literatur und Theater, Film und Oper, Musik und Kunst, Wissenschaft und Forschung, Psychoanalyse und Ethnologie, Ökologie oder Ökonomie gehören ebenso zu den Themen von Lettre International wie Architektur, Astronomie, Sport, Natur, Medien, Erotik, Netzkultur oder life style. Die in Lettre International veröffentlichten Beiträge sind in der Regel deutsche Erstveröffentlichungen; etwa 80 Prozent werden aus anderen Sprachen übersetzt. Eine Vielzahl von Autoren hat Lettre International erstmals im deutschen Sprachkreis publiziert. darunter Liao Yiwu (2007), Slavoj Žižek (1991), Eliot Weinberger (1995), Halford J. Mackinder (2018), Abdelwahab Meddeb (1989), Urvashi Butalia (1997), Suketu Mehta (1997), Wiliam Langewiesche (2001), Nicholas Shakespeare (1988), Mark Danner (2005), Zhoug Qing (2006), Michail Ryklin (1991) und Gohar Homayounpour (2013). Zu den regelmäßig publizierenden Autoren von Lettre gehören ferner u. a. Bora Ćosić, Régis Debray, Volker Demuth, Svetlana Alexijewitsch, Marcel Hénaff, Pankaj Mishra, Enrique Vila-Matas, Yang Lian, Georges Nivat, Frank Raddatz, Jacques Rupnik, Priya Basil, Wallace Shawn, Jean-Luc Nancy, Tom Engelhardt, Georg Stefan Troller, Karl Schlögel, Raoul Schrott, Elif Batuman, Philippe Videlier, Roberto Scarpinato, Olga Slawnikowa, Patricia Görg, Alfred McCoy, Nedim Gürsel, Péter Nádas, Boris Groys. (Wiki)

Die Einführungswerbung zeigt die neue Lettre mit Immendorffs Titelbild und Zitat Milan Kunderas: „Oh Wunder: Eine europäische Zeitschrift von außergewöhnlichem Niveau“.

Anzeige zur Einführung der Kulturzeitschrift "Lettre International", 1988

Michael Schirner Werbe- und Projektagentur, Lettre International, 1988, Tageszeitungsanzeige

CREDITS

Auftraggeber: Frank Berberich, Lettre International
Agentur: Michael Schirner Werbe- und Projektagentur
Kreativdirektor: Michael Schirner
Texter: Diedrich Diederichsen
Artdirector: Claudia Hammerschmidt
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LINKSWICHSER

Kunsthalle Düsseldorf, 1992

Katalog zum Jubiläum der Kunsthalle Düsseldorf 1992

Michael Schirner Werbe- und Projektagentur, Kunsthalle Düsseldorf 1992, Jubiläumsband

TEXTBILDER

Zum Jubiläum der Kunsthalle Düsseldorf gestalten Michael Schirner und Claudia Hammerschmidt einen Band zu exemplarischen Ausstellungen und Arbeiten aus 25 Jahren mit plakativen Textbildern z.B.: Ferdinand Kriwets Sehtext, Das Loch von Beuys in der Wand der Kunsthalle, Sigmar Polkes Das große Schimpftuch, Merz, die Erfindung von Kurt Schwitters, Signaturen von Robert Filiou und Gilbert & George, Kommune/Kommunikation, ein Schriftbild von Penck, der Schriftzug Bilderstreit, von Anselm Kiefer bearbeitet, Gerhard Richter 1986 und Baselitz 1991, Jenny Holzers Laments u.a.

Katalog zum Jubiläum der Kunsthalle Düsseldorf 1992

Michael Schirner Werbe- und Projektagentur, Kunsthalle Düsseldorf 1992, Jubiläumsband

Katalog zum Jubiläum der Kunsthalle Düsseldorf 1992

Michael Schirner Werbe- und Projektagentur, Kunsthalle Düsseldorf 1992, Jubiläumsband

Katalog zum Jubiläum der Kunsthalle Düsseldorf 1992

Michael Schirner Werbe- und Projektagentur, Kunsthalle Düsseldorf 1992, Jubiläumsband

Katalog zum Jubiläum der Kunsthalle Düsseldorf 1992

Michael Schirner, Kunsthalle Düsseldorf 1992, Jubiläumsband

Katalog zum Jubiläum der Kunsthalle Düsseldorf 1992

Michael Schirner Werbe- und Projektagentur, Kunsthalle Düsseldorf 1992, Jubiläumsband

Katalog zum Jubiläum der Kunsthalle Düsseldorf 1992

Michael Schirner, Kunsthalle Düsseldorf 1992, Jubiläumsband

Katalog zum Jubiläum der Kunsthalle Düsseldorf 1992

Michael Schirner Werbe- und Projektagentur, Kunsthalle Düsseldorf 1992, Jubiläumsband

Katalog zum Jubiläum der Kunsthalle Düsseldorf 1992

Michael Schirner Werbe- und Projektagentur, Kunsthalle Düsseldorf 1992, Jubiläumsband

CREDITS

Auftraggeber: Kunsthalle Düsseldorf
Agentur: Michael Schirner Werbe- und Projektagentur GmbH
Kreativdirektor: Michael Schirner
Texter: Michael Schirner
Artdirector: Claudia Hammerschmidt
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