Archiv der Kategorie: Arbeiten

MICHAEL SCHIRNER, 424 SEITEN

Schirner Zang Foundation Berlin, 2019

Michael Schirner, 424 Seiten, 2019

1024 WERKE

1966 in der Fotoabteilung der HFBK Hamburg teilte sich Michael Schirner die Dunkelkammer mit Gerhard Richter. Michael Schirner belichtete Fotopapier in den Grundfarben nach dem Prinzip des Zufalls. Richter entwickelte Fotos seines Bildes 12 Farben. Als Richter Schirner fragte, wie er diese Arbeit finde, sagte Schirner: „Mehr ist mehr“. 1974 schuf Gerhard Richter sein Werk 1024 Farben.

In den 90ern besuchte Schirner Richter in Köln und bat um Erlaubnis, ein Foto von 1024 Farben für eine Imageanzeige der Burda Gruppe nutzen zu dürfen. Als Schirner Richter sagte, er würde gern einmal ein Werk mit Fotos eigener Arbeiten und dem Titel 1024 Werke machen, lachte Richter: „Dann könnten wir unsere Arbeiten tauschen.“

2019 hatte Michael Schirner für den Bookstore der Esther Schipper Galerie ein Wandbild mit 424 Seiten seines Buches Mich gibt es gar nicht mit Abbildungen konzipiert..

Michael Schirner plant die Fertigstellung von 1024 Werke. Die Arbeit besteht aus Tafeln mit 4, 16, 64, 256 und 1024 Abbildungen von Michael Schirners Werken als Fine Art Prints auf Alu Dibond. Die 5. Tafel zeigt 1024 Abbildungen im Raster von 32 mal 32, jede Abbildung hat das Format DIN A4 quer, insgesammt misst die Tafel 6,72 x 9,50 Meter. Alle Abbildungen sind nach dem Zufallsprinzip ohne Steg angeordnet. Und zwar so: Zuerst werden 1024 Dateien mit den Abbildungen der Werke Michael Schirners durchnummeriert, dann ein Raster mit 32 mal 32 Feldern angelegt, mit dem Zufallsgenerator eine Zahl zwischen 1 und 1024 generiert, die Zufallszahl in das 1. Rasterfeld oben links eingesetzt. Dieser Vorgang wird fortgesetzt, bis 1024 Zufallszahlen in die Rasterfelder gesetzt sind. Dann wird die Datei des 1. Werks in das Rasterfeld mit der Zufallszahl 1 gesetzt und so weiter, bis 1024 Dateien der Werke in 1024 Rasterfelder mit Zufallszahlen gesetzt sind und die Arbeit abgeschlossen ist.

 

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MAX DAX UND MICHAEL SCHIRNER, Black Album/White Cube

Kunsthall Rotterdam, 2020

Max Dax und Michael Schirner, Black Album / White Cube, A Journey in Art and Music, Exhibition Shot, Kunsthal Rotterdam, 2020

A JOURNEY IN ART AND MUSIC

Michael Schirner und der Kurator Max Dax zeigen auf der Ausstellung Black Album / White Cube,  A Journey In Art And Music in der Kunsthal Rotterdam vom 20.6.20 bis 10.1.2021 die zentrale Installation: White Cube mit Black Album von Prince und Pictures in our Minds, Judas! I don’t believe you. You are a liar! 2020, Siebdruck auf Leinwand, 120 x 120 cm.

Künstler: Daniel Blumberg, Rutherford Chang, Phil Collins, Anton Corbijn, Kim ­Gordon, Scott King, Peter Knoch, Mark Leckey, Julian Lescoeur, Sven Marquardt, Michaela Melián, Radenko Milak, Albert Oehlen feat H.P. Baxxter, Thomas Ruff, Peter Saville, Thomas Scheibitz, Michael Schirner, Bettina Scholz, Emil Schult, Andrea Stappert, Henning Strassburger, Wolfgang Tillmans, Philip Topolovac, Ari Versluis / Ellie Uyttenbroek and Wolfgang Voigt.

PICTURES IN OUR MINDS

Max Dax

In his Pictures in our Minds Michael Schirner plays with the idea of the invisible, or the archive of images that we have seen in our lives and carry within us. He developed the concept in 1985, when he was still working in advertising. For the magazine Stern he realized an exhibition concept, a form of presentation of the most powerful images that had been published in magazines and newspapers up to that time. Instead of hanging the iconic journalistic photos side by side in an exhibition, he showed a series of black images, black squares with white typography, Helvetica, that described in concise words what could have been seen on them: The footprint of the first man on the moon, Marilyn Monroe poised above a subway airshaft, Wreckage of the World Trade Center. I’ve admired Michael Schirner’s work since the eighties. He has a gift for casting complex things in the simplest of forms and messages. That’s probably why he’s considered the most important advertiser in the Federal Republic of Germany – he was even labled the Pope of advertising. For decades, he has been exclusively an artist now, and he has also defended the thesis that advertising is art. For many years, Michael Schirner indirectly supported the magazine Spex by giving its editor-in-chief at the time, Diedrich Diederichsen, the opportunity to work as a copywriter, conceptionist and alter ego in his agency. The situation was similar with the painter Albert Oehlen and the musician Mayo Thompson, with whom Michael Schirner realized various projects. Quite naturally, a network of ideas, attitudes and thoughts formed around him. In my eyes, Michael Schirner has worked with staying power over decades on his own invisible social sculpture, which has left its deep traces in the discourse of the Federal Republic.

Max Dax und Michael Schirner, Black Album / White Cube, A Journey in Art and Music,  Black Album von Prince und Michael Schirner Pictures in our Minds, Judas! I don’t believe you. You are a liar! Installation Shot, Kunsthal Rotterdam, 2020

I asked Michael for a new motif for his Pictures in our Minds series, but it should have a musical reference, that is, it should create a phantom sound in the mind. Michael immediately suggested Bob Dylan’s famous shout-out “Judas! I don’t believe you. You are a liar!” His suggestion spoke from the heart. Michael had transcended the invisible concept of the exhibition and had added an important new work to it, which not least expanded his own series. At that time I was still looking for a suit able amplification for the object of the Black Album, because I did not want to exhibit it like a trophy. The solution then came in the form of Michael Schirner’s black square. I really wanted to present the two black squares in a square cabinet space, and Michael suggested that we should have a black cube built, that is, that the space itself become part of the installation. And while the cube is reminiscent of the Kaaba from the outside, the interior is white like a white cube. And in an instant there was an accumulation of meanings negotiated in this amplified space of reference, which for me is both an exhibition space and an echo chamber. For there are those who claim that this exchange of words between Bob Dylan and an anonymous fan in the audience marks the birth of punk rock as early as 1966. For sure it is the date of a proud manifestation of artistic autonomy.

Max Dax und Michael Schirner, Black Album / White Cube, A Journey in Art and Music, Exhibition Shot, Kunsthal Rotterdam, 2020

 

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MICHAEL SCHIRNER, KAFFTEE IN ACADEMIA

Schirner Zang Foundation, 2020

Kafftee, Palazzo Grassi, Venedig 2019

Ich liebe Kaffee, ich liebe Tee

Albert Oehlen hat ein Produkt entwickelt, es heißt Kafftee und ist ein koffeinhaltiges Erfrischungsgetränk, Zutaten: Natürliches Mineralwasser, Bio-Kaffee, Bio-Schwarztee, Bio-Limettensaftkonzentrat. Auf dem Flaschenetikett: KAFFTEE, COFFTEA, AO, Albert Oehlen Aqua Monaco GmbH 80337 München, 0,23 l und die Zeichnung einer Hand mit Armbanduhr. Getestet wurde Kafftee zu Albert Oehlens Ausstellung Cows by the Water im Palazzo Grassi, Venedig 2019 mit einem Getränkeautomaten im Foyer, Beschriftung nie mehr schlafen, they are coming to take me away und Kafftee-T-Shirts im Museums Shop.

Kafftee, Flaschenetikett

Albert Oehlen möchte mit Michael Schirner eine Kampagne für die Einführung von Kafftee entwickeln. Sie sammeln erste Ideen. E-Mail von Albert Oehlen an Aqua Monaco: „Liebe Leute, das Gespräch mit Michael war sehr gut. Insbesondere haben wir den Bezug zur Kunst geklärt. Das Ganze ist Kunst. Aber nur dadurch und so lange, wie es das nicht sagt und sich stattdessen als trocken kommerzielles Unternehmen präsentiert. Es darf durchsickern, dass ich damit zu tun habe, aber das darf auf keinen Fall so aussehen, als ob ich als Künstler irgendwelche Vorteile daraus ziehen wollte bzw. Kunst als Entschuldigung anbringe. Höchstens sollte es die Frage aufwerfen, wie wahnsinnig geldgierig ich denn sei o.ä. Damit das funktioniert, muss Kafftee als eines der Produkte eures Angebotes dastehen. Also nicht Limo in Flaschen und Kafftee im Tetrapack. Das muss ernst dastehen. Verkauft wird es zunächst nur im Onlineshop. Wir sollten einen Vertrag machen, wie wir damit umgehen, weil ja Kosten entstehen und im Extremfall auch was reinkommt.“

Kafftee, Getränkeautomat, Palazzo Grassi, Venedig 2019

„Die Werbung ist der eigentliche Spaß. Sie soll nicht viel kosten und nicht als Kampagne gedacht sein. Eher kleine Einzelaktionen, die dann dokumentiert werden und verbreitet über soziale Netze. Also Werbung über Werbung. Wir haben bereits ein paar Ideen, mit denen wir anfangen würden: transzendentale Werbung, parasitäre Werbung und unterschwellige Werbung; im Wesentlichen geht es um nichts anderes als: Abstract Reality. Das Produkt wird in der Werbung nicht beschrieben, genannt, gelobt, gepriesen, noch sonst was. Auch nicht seine Wirkung oder, was es tut usw.  Die Werbung ist Selbstzweck, kann aber mit Kafftee assoziativ verbunden werden, der Sound ist futuristisch, kryptisch, International Taste als Marke, das Ganze langsam anlaufen lassen, keine große Kampagne, nichts erzwingen, einzelne Aktionen, die dokumentiert und auf unterschiedlichen Kanälen verbreitet werden, Meta-Werbung z.B.: den Automaten filmen, wie das Werbebrett mit nie mehr schlafen nach oben fährt, den Film nachts an eine Wand strahlen, das filmen und über soziale Netzwerke verbreiten, den Film in einem Kino zeigen – Regie Oliver Hirschbiegel (fragen kostet nix), plakatieren: 2 x 3 m, Foto Querformat, Ausschnitt Front des Automaten, „nie wieder schlafen“ ohne jeden Bezug und wirken lassen. Frauenbrust mit T-Shirt „What time is it?“ atmet. Da war noch was mit China, Seidenstraße … drunter tun wir es nicht. Gruß, Albert“.

Jingle für Kafftee von Thomas Fehlmann, der mit Holger Hiller die NDW-Band Palais Schaumburg gründete. Lyrics: Kafftee, Kafftee, ich liebe Kaffee, ich liebe Tee, Kafftee, Kafftee. Audio anhören:

DER MALER

Der Maler folgt dem Künstler/Schauspieler bei seinen Kämpfen und Leiden während dieses Prozesses, während wir in freudiger Verzweiflung beobachten, was als nächstes passieren könnte, bis sich die weiße Leinwand in ein fertiges Gemälde verwandelt hat. Das Ergebnis ist eine Ein-Mann-Achterbahn, die wie ein Dokumentarfilm anmutet, aber in Wirklichkeit eine inszenierte und geführte Improvisation ist, während der „echte“ Prozess hinter der Kamera stattfindet. The Painter ist ein ständiges Auf und Ab der Reise des Künstlers mit Elementen der Farce und Komödie, gepaart mit emotionalen Momenten der Wahrheit…vor und hinter der Kamera und überlässt es uns zu entscheiden, was real und/oder authentisch ist. Als einer der bedeutendsten zeitgenössischen Maler ist Albert Oehlens Ansatz eine völlige Absage an den üblichen Kunstzirkus. Der Film reflektiert auf seine Weise genau diese Haltung. Ebenso stellt er den Sinn veralteter Denkmuster in Frage, die von weißen, heterosexuellen, männlichen Künstlern eines bestimmten Zeitalters geschaffen wurden und die Kunstwelt seit Jahrhunderten dominiert haben. Bildbaum International

Titel Der Maler
Originaltitel Der Maler
Regie Oliver Hirschbiegel
In den Hauptrollen Ben Becker, Cornelius Tittel, Gudrun Gut, Voice Over Charlotte Rampling
Genre Docufiction
Laufzeit 94 min
Sprache deutsch
Nationalität Deutschland
Drehbuch Ben Becker, Albert Oehlen
Kamera Philip Bienmüller, Severin Bärenbold, Dominik Frey, Timna Gibson, Alexander Kruse,

John-Philip Kuhn, Michail Zeldin

Produziert von Oliver Hirschbiegel, Albert Oehlen

MICHAEL SCHIRNER, KAFFTEE IN ACADEMIA

Für Michael Schirner suchte die Forschungs-Plattform Academia.edu in 22 Millionen Zeitschriften, Büchern, Entwürfen, Thesen-Papieren, Lehrplänen und im Web nach Erwähnungen von Kafftee. Bis  Dezember 2023 hatte Academia über 1511 Erwähnungen von Kafftee in der wissenschaftlichen Literatur dokumentiert: „Dear Michael, Congratulations on the 1.511th Mention! The name Kafftee was mentioned in a Medicine paper uploaded to Academia.“ Die Reputation von Kafftee in der akademischen Welt steigt unaufhaltsam. Mit Kafftee in Academia macht Michael Schirner die Sammlung der Untersuchungsergebnisse als Edition und Künstlerbuch mit über tausend Academia-Seiten zum Teil der Einführungskampagne von Albert Oehlens Kafftee.

Michael Schirner, Kafftee in Academia, 2019, Fine Art Print

Michael Schirner, Kafftee in Academia, 2019, Fine Art Print

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WERBUNG IST KUNST

Ringvorlesung TU, HU, UdK Berlin, 2021

Ästhetik & Kommunikation – Nr. 1807181, Werbung ist Kunst, Ralf Nöcker

10 THESEN Von Michael Schirner

Werbung ist Kunst – Ein Fragebogen zu 10 Thesen von Michael Schirner macht die Runde betitelt Ralf Nöcker seinen Beitrag in Ästhetik und Kommunikation und schreibt: „In der Biographie des Werbers Schirner aus dem Jahr 1990 finden sich zehn Thesen zur Werbung und natürlich zum Verhältnis Werbung und Kunst. Diese Thesen haben wir auf ihre Aktualität hin überprüfen lassen, indem wir Top Werbepraktiker*innen von heute baten, sie aus der Perspektive der aktuellen Werbepraxis zu kommentieren. Auch den Urheber selbst haben wir mit seinen Thesen konfrontiert.“ Benjamin Minack, Michael Schirner, Larissa Pohl, Imran Ayata, Britta Poetzsch, Tobias Spörer, Mo Whiteman, Torben Hansen, Heinrich Paravicini und Stephan Vogel kommentieren  Schirners Thesen in der Zeitschrift und diskutieren das Thema in einer gemeinsamen Online-Ringvorlesung von TU, HU und UdK Berlin, die Ralf Nöcker moderiert.

Werbung ist Kunst, Ralf Nöcker, Seite 39

Werbung ist Kunst, Ralf Nöcker, Seite 46

 

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NOTHINGTOSEENESS

Akademie der Künste, Berlin, 2021

Max Dax und Michael Schirner, Black Album / White Cube, Installation, Akademie der Künste, 2021

BLACK ALBUM/WHITE CUBE

Max Dax und Michael Schirner zeigen auf der Ausstellung Nothingtoseeness Leere/Weiß/Stille in der Akademie der Künste  ihre Installation Black Album / White Cube mit Black Album von Prince und Michael Schirners Pictures in our Minds, Judas! I don’t believe you. You are a liar! Siebdruck auf Leinwand, 2021. Außerdem die Installation We Buy White Albums von Rutherford Chang.

Künstler: Peter Ablinger, Absalon, Frank Badur, Mirosław Bałka, Rosa Barba, Gerhard Bohner, George Brecht, Trisha Brown, Klaus vom Bruch, Günter Brus, John Cage, Enrico Castellani, Rutherford Chang, Max Dax, Ulrike Draesner, Maria Eichhorn, Olafur Eliasson, Ulrich Erben, Ceal Floyer, Lucio Fontana, Sam Francis, Katharina Fritsch, Heinz Gappmayr, Jochen Gerz, Raimund Girke, Eugen Gomringer, Gotthard Graubner, Katharina Grosse, Hans Haacke, Marcia Hafif, David Hammons, Oskar Holweck, Stephan Huber, Alfonso Hüppi, Pierre Huyghe, Ray Johnson, Isaac Julien, Ellsworth Kelly, Per Kesselmar, Astrid Klein, Yves Klein, Harald Klingelhöller, Bernd Koberling, Christina Kubisch, Raimund Kummer, Mark Lammert, Henning Lohner, Inge Mahn, Piero Manzoni, Joseph Marioni, Sara Masüger, Reiner Maria Matysik, Bruce Nauman, Yoko Ono, Roman Opałka, David Ostrowski, Nam June Paik, Otto Piene, Thomas Rentmeister, Bridget Riley, Robert Ryman, Karin Sander, Hanns Schimansky, Michael Schirner, Gregor Schneider, Jan J. Schoonhoven, Nina Schuiki, George Segal, Qiu Shihua, Strawalde, Mark Tobey, James Turrell, Günther Uecker, Timm Ulrichs, Lothar Wolleh.

Michael Schirner, Pictures in our Minds, Judas! I don’t believe you. You are a liar! 2020, Siebdruck auf Leinwand, 120 x 120 cm

WE BUY WHITE ALBUMS

Max Dax

Das von Richard Hamilton als weiße Projektionsfläche gestaltete White Album der Beatles steht dem als Selbstermächtigung zu begreifendem, als schwarzes Quadrat gestaltete Black Album von Prince gegenüber. Während das White Album millionenfach verkauft wurde und von Hamilton als Kommentar zum Massenprodukt mit einer eingeprägten, fortlaufenden Nummer versehen worden war, die den Status des Unikats behauptete, verhält es sich bei Prince genau umgekehrt: Hier zog der Künstler seine Musik und den Tonträger wenige Tage vor dessen Auslieferungsdatum, dem 8. Dezember 1987, zurück. Hunderttausende Vinylalben wurden zerstört, nur etwa 100 Exemplare gelangten versehentlich als Rezensionsexemplare in Umlauf – sie sind tatsächlich Unikate im Vergleich zum White Album der Beatles. Beide Cover haben ihre ikonischen Vorbilder in der Malerei – das schwarze Quadrat von Malewitsch und die weißen Quadrate von Robert Ryman. 2007 begann der US-amerikanische Konzeptkünstler Rutherford Chang, alle Exemplare des White Albums zu kaufen, derer er auf Flohmärkten und in Second-Hand-Läden habhaft werden konnte. In immer größeren, an einen Schallplattenladen erinnernden Rauminstallationen stellt Chang seit 2012 seine bis heute auf 2.620 Exemplare angewachsene Sammlung von Kopien des White Albums aus. Aufgrund von Benutzungsspuren, aber auch Wasserschäden oder ‘Verzierungen’ sieht kein weißes Quadrat aus wie das andere. Sie sind alle individuell gealtert.

Rotherford Chan, We Buy White Albums, Exhibition Shot, Akademie der Künste, Berlin, 2021

100 Farben Weiß: Während die verschiedenen Weißabstufungen in Rutherford Changs Installation We Buy White Albums genau einhundert Mal wie in einem Plattenladen ausgestellt sind, wird das Black Album von Prince, das in der Sammlerwelt der Musik den Status des Heiligen Grals besitzt, von einer einbruchsicheren Vitrine geschützt. Mehr noch: Die Vitrine steht auf einem Sockel, um den herum ein mattschwarzer Kubus gebaut ist, der an den Pilgerort Mekka erinnert, während das Innere dieses Kubus weiß gestrichen, die ideale Präsentationsform für Kunst, die in Galerien zum Verkauf angeboten wird, der White Cube ist. In der Blickachse Eingang / Sicherheitsvitrine hängt schließlich die Arbeit Judas! I don’t believe you / You are a liar! von Michael Schirner an der Stirnwand des White Cubes. Es handelt sich um die erste Erweiterung von Schirners Serie Pictures in our Minds in die Dimension der Musik. Bis zu der von Max Dax kuratierten Ausstellung Black Album / White Cube im Jahr 2020 in der Kunsthal Rotterdam beschränkten sich die Motive aus Michael Schirners Pictures in our Minds auf Bilder, die sich tief in das kollektive Bewusstsein eingegraben haben: der Fußabdruck des ersten Menschen auf dem Mond, die brennenden Twin Towers, Willy Brandts Kniefall in Warschau etc. – in Form eines schwarzen Quadrates, auf das in weißer Helvetica-Schrift eben das Weltereignis knapp beschrieben wird. Das Bild entsteht im Kopf des Betrachters. Auf Einladung von Max Dax erweiterte Michael Schirner seine Serie in die Welt der Musik. Bob Dylans berühmte Antwort auf die 1966 aus dem Publikum in Manchester gerufene Beleidigung „Judas!“ konterte Dylan mit den Worten „I don’t believe you. You are a liar!“ Mit seiner wütenden Reaktion verteidigte Dylan die eigene künstlerische Selbstermächtigung, als Musiker nicht automatisch Entertainer sein zu wollen.

Kunst führt zu neuer Kunst. Dylans spontaner Wutausbruch ging in einer neuen Arbeit von Michael Schirner auf, ein gerettetes Originalexemplar des Black Album von Prince wird als Testament schwarzer Selbstermächtigung im Kontext des Schwarz-Weißen Kubus zum Denkmal, aber auch zum klugen Malewitsch-Kommentar, das White Album der Beatles im Kontext von Rutherford Changs We Buy White Albums Albums-Installation zur Meditation über die Einzigartigkeit von Massenprodukten und das Wesen von Projektionsflächen.

Rutherford Chang, Max Dax, Michael Schirner, Nothingtohearness, Artists‘ Book, Berlin 2021

SOMETHINGTOREADNESS

Das Buch enthält ein Gespräch von Lucia Margarita Bauer mit Max Dax über Black Album / White Cube, einen Beitrag von Michael Schirner über die Geschichte der Pictures in our Minds und ein Gespräch von Max Dax mit Rutherford Chan über We Buy White Albums. Da beide Arbeiten als Klang-Installationen ohne Klang Teil der Ausstellung Nothingtoseeness sind, ergab sich Nothingtohearness als Titel des Katalogs, der für den Erwerber, um das Spiel mit den Titeln auf die Spitze zu treiben, Somethingtoreadness ist.

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DAILY MEMORIES

Kunstmuseum Magdeburg, 2014

Michael Schirner, BYE BYE, NEW32, 2002 – 2010, Digigraphie by Epson

Michael Schirner, BYE BYE, NEW32, Fine Art Print, 2002 – 2009

MICHAEL SCHIRNER, Bye Bye & Pictures in our Minds

Das Kunstmuseum Magdeburg zeigte in der Gruppenausstellung Daily Memories Arbeiten der Serie BYE BYE von Michael Schirner: TRA72, MOS70, NOR44, MUN72, ABU03, PAR60, OHI70, NEW32, CER36, IWO45, BEI89, PAR97, GEN87, MOS20, SAN73, HAM08, TAM04, JER61; außerdem Arbeiten der Serie  Pictures in our Minds: The head of the South Vietnamese police shooting a panda, The footprint of the first panda on the moon, Genetically manipulated panda with an ear growing on his back, Michael Jackson holding a panda baby out of the window of the Adlon Hotel.

Künstler: Edgar Arceneaux (USA), Jeremy Deller (GB), Markus Draper (D), Hans-Peter Feldmann (D), Ruth Francken (USA/F), Dieter Froelich (D), Michael Hofstetter (D), Sven Johne (D), Rashid Johnson (USA), Joep van Liefland (NL), Nicholas Nixon (USA), Anahita Razmi (D), realities:united, (Jan und Tim Edler, D), Gideon Rubin (Isreal), Micheal Schirner (D), Nanaé Suzuki (Japan), Yin Xiuzhen (China)

Michael Schirner, Pictures in our Minds, Exhibition Shot, Kunstmuseum Magdeburg, 2014

The footprint of the first panda on the moon

„Mit den Serie Pictures in our Minds knüpft Michael Schirner an seine gleichnamige Serie von 1985 an, die erstmals in den Hamburger Messehallen gezeigt wurde … Einen Schritt weiter geht Michael Schirner 2007, indem er in der Textnachricht das tragende Element durch den Begriff „Panda“ ersetzt. Derart verfremdet lesen wir nun beunruhigend-verwirrende Sätze wie: „The head of the South Vietnamese police shooting a panda“ oder „The footprint oft the first panda on the moon”. Und doch wissen wir gleich um die tatsächlichen Geschehnisse, denn unsere Erinnerung setzt sofort ein; wir ergänzen nicht nur das beschriebene Bild, sondern vervollständigen und korrigieren auch gleich den Sinn des Satzes. Da Erinnerung immer emotional geprägt, oft nur peripher mit den tatsächlichen Ereignissen zu tun hat, von diesen abweicht und selbstverständlich autobiographisch gefärbt ist, lässt der Austausch des zentralen Bildmotivs den Betrachter zum Schöpfer seiner eigenen Bilder und somit seiner ganz individuellen Wahrheit im Wiedererleben und Rezipieren der vergangenen Ereignisse und ihrer Umstände werden.“ Annegret Laabs

Exhibition Shot, Kunstmuseum Magdeburg 2014

Michael Schirner, BYE BYE, Exhibition Shot, Kunstmuseum Magdeburg 2014

„Die weltbekannten Nachrichtenbilder, oft mit dem World Press Photo Award ausgezeichnet, sind es, die Michael Schirner in seiner 32 Fotografien umfassenden Serie BYE BYE 2010 präsentierte. Doch etwas ist anders an diesen Bildern, irritiert den Betrachter, erschwert die Rezeption und wirft sofort Fragen auf: Der Soldat, ob er nun tatsächlich im Moment des Todes von Capa fotografiert oder nicht, er ist auf Schirners Bild nicht vorhanden; die amerikanischen Soldaten, die 1945 nach der Eroberung der japanischen Insel Iwo Jima mit viel Kraft die Fahnenstange der US-Flagge in den Boden rammen, fehlen auf dem Bild; kein Panzer rollt 1989 auf dem Platz des Himmlischen Friedens; 1970 bei der Parade im Schnee auf dem Roten Platz sind Breschnew und sein Politbüro nicht anwesend und auch die Badewanne, in der man 1987 den toten Politiker Uwe Barschel fand, ist leer … Es geht um unsere Wahrnehmung zwischen Erinnern und Vergessen, um die Leerstellen, die entstehen, wenn zentrale Aussagen fehlen und es geht um die Frage danach, wie visuell unser Bewusstsein funktioniert.“ Annegret Laabs

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MICHAEL SCHIRNER, PICTURES IN OUR MINDS

Deutschen Pressemuseum Hamburg, 2005

Michael Schirner, PICTURES IN OUR MINDS, Ausstellung im Deutschen Pressemuseum Hamburg 2005, Ausstellungsposter

Michael Schirner, Bilder im Kopf, Ausstellungsposter Vorderseite, Deutschen Pressemuseum Hamburg 2005

BRD/DDR

1996 hielt Michael Schirner eine Lecture Performance vor Studierenden der Bauhaus-Universität Weimar mit Exponaten seiner Ausstellungen Pictures in our Minds. Dabei zeigte sich, dass die Ostdeutschen einen Großteil der Bilder nie gesehen hatten.  Schirner regte an, ein Ausstellungskonzept für die kollektiven Bilder von Ost- und Westdeutschen zu entwickeln. Werner Holzwart und Peter Gamper haben seine Anregung aufgegriffen. Am 23.4. 2005 eröffnete Michael Schirner die Ausstellung „Bilder im Kopf“ im Deutschen Pressemuseum Hamburg. Katalogtext: „Gezeigt werden neben einer Auswahl der ursprünglichen Tafeln auch Bilder aus der Zeit nach 1985 sowie Bilder aus dem Bestand der DDR-Bürger. Die Ausstellung lädt dazu ein, darüber nachzudenken, welche Bilder wir im Kopf haben und welche nicht, wann uns die Bilder begegnet und wie sie in unseren Kopf gekommen sind … Die emotionale Qualität des Bildes wird auch für propagandistische Zwecke genutzt. In der DDR fanden vorwiegend Bilder ihren Weg in die Öffentlichkeit, die einen gemeinsamen sozialistisch geprägten Erfahrungshorizont schaffen sollten. Der Bergmann Adolf Hennecke, der 1948 sein Tagessoll zu 38% erfüllte, wurde zum Sinnbild des sozialistischen Aktivisten. Besucherinnen und Besucher mit DDR-Herkunft haben das Bild sofort vor Augen. Vor dem inneren Auge des West-Sozialisierten entsteht es wohl nur zögerlich, wenn überhaupt. Dies zeigt, dass sich offensichtlich in vierzig Jahren einer gewissen Separierung der Gesellschaften voneinander bestimmte kulturelle Codes, Darstellungs- und Kommunikationsstrategien mit unterschiedlicher Intensität in verschiedene Richtungen entwickelt haben … Bestimmten Bildern begegnen wir im Laufe unseres Lebens tausendfach: im Geschichtsbuch, in Zeitungen und Zeitschriften, im Museum, als Postkarte, Poster, Buchcover, Bildschirmschoner oder Mousepad, auf T-Shirts, Kaffeetassen oder Einkaufstüten. Das Portrait Che Guevaras oder Albert Einstein mit herausgestreckter Zunge wurden tausendfach reproduziert und tauchen in unzähligen Verwendungszusammenhängen auf. In den letzten zwanzig Jahren hat sich der Stellenwert des stehenden bildes stark verändert. Es sind unzählige andere Bildwelten auf den Plan getreten, die ebenfalls ihre Spuren hinterlassen. Über das Fernsehen gelangen heute viele Bilder in unseren Kopf. Denkt man an den 11. September, wird dies überdeutlich. Dass das stehende Bild dennoch eine enorme Durchschlagskraft hat und uns aufrütteln kann, zeigt diese Ausstellung.“

Ausgestellt wurden 30 Pictures in our Minds: Der Fußabdruck des ersten Menschen auf dem Mond, Albert Einstein streckt die Zunge raus, Nacktes vietnamesisches Mädchen flüchtet schreiend nach einem Napalm-Angriff, Soldaten der Roten Armee hissen auf dem Reichstag, Lady Di und Prinz Charles küssen sich nach ihrer Trauung auf dem Balkon von Buckingham Palace, Volkspolizist springt über den Stacheldraht in den Westen, Portrait Che Guevara, Bruderkuss Leonid Breschnew – Erich Honecker, Marilyn Monroe mit wehendem Kleid auf Subway-Luftschacht, Massenszene der Vereinigung von Mitglieder der KPD und SPD zur SED, Adolf Hennecke bei der Arbeit unter Tage, Der verhüllte Reichstag, Willy Brandt kniet am Ehrenmal der Helden des Warschauer Ghettos, Boris Becker küsst den Wimbledon-Pokal, Helmut Kohl und Francois Mitterand Hand in Hand an den Gräbern in Verdun, Joschka Fischer in Turnschuhen wird zum Hessischen Umweltminister vereidigt, Michael Jackson hält sein Baby aus dem Fenster des Hotel Adlon, Uwe Barschel tot in der Badewanne, Leonardo di Caprio und Kate Winslet am Bug der Titanic, Deutsche-Bank-Chef Ackermann hebt die Hand zum Vivtory-Zeichen, Menschenmeng auf der Berliner Mauer, Ölverschmierter Wasservogel mit rotem Auge, Luftaufnahme des ICE-Unglücks von Enschede, Fassadenrest des World Trade Center ragt aus den Trümmern von Ground Zero, Luftaufnahme des überfluteten Dresdner Zwingers, Portrait Mohammed Atta, Der aufgebahrte Leichnahm Papst Johannes Pauls II, Kopf des gefangenen Saddam Hussein, Genmanipulierte Maus mit einem Ohr auf dem Rücken, Gefolterter irakischer Gefangener mit Kapuze, Umhang und Elektrodrähten an den Händen. Das Ausstellungs-Poster zeigt die Tafel Michael Jackson hält sein Baby aus dem Fenster der Hotel Adlon, die Rückseite Texte der Ausstellungstafeln mit Fotovorlagen.

 

Michael Schirner, PICTURES IN OUR MINDS, Ausstellung im Deutschen Pressemuseum Hamburg 2005, Ausstellungsposter

Michael Schirner, Bilder im Kopf, Ausstellungsposter Vorderseite, Deutschen Pressemuseum Hamburg 2005

Michael Schirner, PICTURES IN OUR MINDS, Ausstellung im Deutschen Pressemuseum Hamburg 2005, Ausstellungsposter

Michael Schirner, Bilder im Kopf, Ausstellungsposter Rückseite, Deutschen Pressemuseum Hamburg 2005

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HERR BANKDIREKTOR

IBM Deutschland, 1982

TV-Spot für die kleinen Computer von IBM, 1982, Screenshot

GGK Düsseldorf, IBM Deutschland , 1982, TV-Screenshot

TV-Spot für die kleinen Computer von IBM, 1982, Screenshot

GGK Düsseldorf, IBM Deutschland , 1982, TV-Screenshot

TV-Spot für die kleinen Computer von IBM, 1982, Screenshot

GGK Düsseldorf, IBM Deutschland , 1982, TV-Screenshot

DAUERLUTSCHER

Die Aufgabe: Den IBM Personal bekanntmachen

Die Überlegung: Bei IBM denkt jeder an Groß-Computer.

Das wollen wir ändern.

Die Idee: Kinder spielen mit PC Bankdirektor und Kunde.

Der Erfolg: Die treue Kundschaft wollte spontan so viele PC kaufen, wie IBM für eine gesamte Laufzeit von 5 Jahren kalkuliert hatte (Computer Histoty Online)

TV Commercial:

1. Junge: Guten Tag, Herr Bankdirektor.
2. Junge: Guten Tag.
1. Junge: Soll ich für mein Geld Gold kaufen oder Ölaktien oder soll ich lieber Häuser kaufen?
2. Junge: Kaufen Sie Dauerlutscher. Das ist zur Zeit der große Renner.
Sprecher: Spielend einfach, die kleinen Computer von IBM.

CREDITS

Auftraggeber: IBM Deutschland GmbH
Agentur: GGK Düsseldorf
Kreativdirektor: Michael Schirner
Texter: Franz Brauer
Artdirector: Michael Preiswerk
Filmproduktion: Studio Fröhling
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ICH BIN EIN TIPPFEHLER

IBM Deutschland, 1977

TV-Spot für die IBM Schreibmaschine mit der Korrekturtaste, 1977, Screenshot

GGK Düsseldorf, IBM Deutschland, 1977, Screenshot

TV-Spot für die IBM Schreibmaschine mit der Korrekturtaste, 1977, Screenshot

GGK Düsseldorf, IBM Deutschland, 1977, Screenshot

TV-Spot für die IBM Schreibmaschine mit der Korrekturtaste, 1977, Screenshot

GGK Düsseldorf, IBM Deutschland, 1977, Screenshot

DIE GESCHICHTE DES Ö

Die Aufgabe: Die IBM 96C Selectric vorstellen

Überlegung: Die Schreibmaschine hat eine Korrekturtaste, mit der man Tippfehler korrigieren kann.

Die Idee: Geschichte des Ö

Der Erfolg: Mehr Nachfrage als beim Vorgängermodell

TV commercial:

Eine Schreibmaschine schreibt:
„Lieber Chöf“.
Das ö wird lebendig und sagt:
„Guten Abend, ich bin ein Tippfehler.
Ich bin leicht zu machen, aber schwer wieder wegzumachen.
Radiergummis rubbeln mich weg. Aber auch ein Loch ins Papier.“
Das ö lacht schrecklich laut und hämisch:
„Korrekturflüssigkeiten decken mich zu,
aber man sieht dann immer noch, wo ich vorher war.
Es soll zwar Schreibmaschinen geben, die eine Korrekturtaste haben,
und Tippfehler wie mich einfach wieder wegtippen,
aber das ist sicher nichts als Werbung …“
Man hört das Originalgeräusch des Korrekturvorgangs,
das ö wird von der Korrekturtaste gelöscht,
der richtige Buchstabe, das e, wird eingetippt,
Eine Sprecherin sagt: „Die IBM Schreibmaschine 96C mit der Korrekturtaste“

 

CREDITS

Auftraggeber: IBM Deutschland GmbH
Agentur: GGK Düsseldorf
Kreativdirektor: Michael Schirner
Texter: Bernd Arnold
Artdirector: Michael Preiswerk, Helmut Rottke
Filmproduktion: Dragon, London
Grafiker: Jürgen Dahlen, Josef Emonts-Pohl
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Guten Abend

IBM Deutschland, 1984

TV-Spot für IBM-Computer am Arbeitsplatz, 1984, Screenshot

GGK Düsseldorf, IBM Deutschland, 1984, TV-Screenshot

TV-Spot für IBM-Computer am Arbeitsplatz, 1984, Screenshot

GGK Düsseldorf, IBM Deutschland, 1984, TV-Screenshot

TV-Spot für IBM-Computer am Arbeitsplatz, 1984, Screenshot

GGK Düsseldorf, IBM Deutschland, 1984, TV-Screenshot

HIER SPRICHT DEIN FERNSEHSCHIRM

Die Aufgabe: IBM PC mit Grafikkarte vorstellen

Die Überlegung: Wir machen Demos zu Hause.

Die Idee: Der Fernsehschirm spricht.

Der Erfolg: Die treue Kundschaft wollte spontan so viele PC kaufen, wie IBM für eine gesamte Laufzeit von 5 Jahren kalkuliert hatte (Computer Histoty Online)

TV commercial:

Der Bildschirm spricht: Guten Abend, hier spricht Dein Fernsehschirm.
Stell Dir vor, ich stehe morgen früh auf Deinem
Schreibtisch im Büro.
Dann könntest Du auf mir zeichnen: Punkte, Kreise, Fläche,
alles dreidimensional verzerren und um die eigene Achse drehen.
Off Sprecher: Wir haben den Computer für Sie. IBM

CREDITS

Auftraggeber: IBM Deutschland GmbH
Agentur: GGK Düsseldorf
Kreativdirektor: Michael Schirner
Texter: Franz Brauer
Artdirector: Michael Preiswerk
Filmproduktion: Dragon, London
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