1024 WERKE
1966 in der Fotoabteilung der HFBK Hamburg teilte sich Michael Schirner die Dunkelkammer mit Gerhard Richter. Michael Schirner belichtete Fotopapier in den Grundfarben nach dem Prinzip des Zufalls. Richter entwickelte Fotos seines Bildes 12 Farben. Als Richter Schirner fragte, wie er diese Arbeit finde, sagte Schirner: „Mehr ist mehr“. 1974 schuf Gerhard Richter sein Werk 1024 Farben.
In den 90ern besuchte Schirner Richter in Köln und bat um Erlaubnis, ein Foto von 1024 Farben für eine Imageanzeige der Burda Gruppe nutzen zu dürfen. Als Schirner Richter sagte, er würde gern einmal ein Werk mit Fotos eigener Arbeiten und dem Titel 1024 Werke machen, lachte Richter: „Dann könnten wir unsere Arbeiten tauschen.“
2019 hatte Michael Schirner für den Bookstore der Esther Schipper Galerie ein Wandbild mit 424 Seiten seines Buches Mich gibt es gar nicht mit Abbildungen konzipiert..
Michael Schirner plant die Fertigstellung von 1024 Werke. Die Arbeit besteht aus Tafeln mit 4, 16, 64, 256 und 1024 Abbildungen von Michael Schirners Werken als Fine Art Prints auf Alu Dibond. Die 5. Tafel zeigt 1024 Abbildungen im Raster von 32 mal 32, jede Abbildung hat das Format DIN A4 quer, insgesammt misst die Tafel 6,72 x 9,50 Meter. Alle Abbildungen sind nach dem Zufallsprinzip ohne Steg angeordnet. Und zwar so: Zuerst werden 1024 Dateien mit den Abbildungen der Werke Michael Schirners durchnummeriert, dann ein Raster mit 32 mal 32 Feldern angelegt, mit dem Zufallsgenerator eine Zahl zwischen 1 und 1024 generiert, die Zufallszahl in das 1. Rasterfeld oben links eingesetzt. Dieser Vorgang wird fortgesetzt, bis 1024 Zufallszahlen in die Rasterfelder gesetzt sind. Dann wird die Datei des 1. Werks in das Rasterfeld mit der Zufallszahl 1 gesetzt und so weiter, bis 1024 Dateien der Werke in 1024 Rasterfelder mit Zufallszahlen gesetzt sind und die Arbeit abgeschlossen ist.
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