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SCHÖNER GARTEN

Burda GmbH , 1981

Inserentenanzeige für "Mein schöner Garten", 1981

GGK Düsseldorf, Burda GmbH, 1981, Inserentenanzeige

SCHÖNE ANZEIGEN

Die Aufgabe: Inserenten für Mein schöner Garten werben

Die Überlegung: Schöne Anzeigen für Mein schöner Garten machen

Die Idee: Slogan Mein schöner Garten für Ihre schönen Anzeigen

Der Erfolg: Mehr Inserenten

Inserentenanzeige für "Mein schöner Garten", 1981

GGK Düsseldorf, Burda GmbH, 1981, Inserentenanzeige

CREDITS

Auftraggeber: Burda GmbH, München
Agentur: GGK Düsseldorf
Kreativdirektor: Michael Schirner
Texter: Joachim Beutler
Artdirector: Axel Hinnen
Fotograf: Peter Knaup
Grafiker: Ursula Jarand
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SCHRÄG

Flughafen München, 1992

Produktdesign der Werbeträgerformen im Flughafen München 1992

Michael Schirner Werbe- und Projektagentur. Flughafen München, 1992, Werbeträger-Design

WIE MAN DER WERBUNG FLÜGEL MACHT

Das Informationssystem in Passagier-Terminal und Zentralgebäude des Flughafens hebt sich durch die Farbe Blau vom Weiß der Architektur ab. Es wird deshalb als eigenständige Kommunikation vom Publikum wahrgenommen. Die Werbung muss sich sowohl von der Architektur als auch vom Informationssystem abheben, um als etwas Eigenständiges wahrgenommen werden. Die Werbeträger sollen sich deutlich von ihrer Umgebung abheben. Sie sollen auf Grund ihrer ungewöhnlichen Form ein hohes Maß an Aufmerksamkeit generieren.

Die Architektur folgt einem strengen formalen Prinzip, das abgeleitet ist aus dem Gestaltungsmodul eines Quadrates mit einer Kantenlänge von 1,20 Meter, dessen Diagonale von 1,70 Meter und den darin enthaltenen Winkeln von 45- und 90 Grad. Zum Beispiel sind die Metallpaneele der Wandverkleidung in Terminal und Zentralgebäude 1,20 Meter breit und Details wie Fachwerkträger haben einen Winkel von 45 Grad.

Damit die Form der Werbeträger sich von der formalen Struktur der Architektur abhebt, musste ihr ein Raster mit einem Winkel zugrunde liegen, der weder 45- noch 90 Grad beträgt. Dieser Winkel ist 64 Grad. Er ergibt sich aus der Diagonalen des typischen Paneels der Metallwandverkleidung, deren Breite 1,20 Meter beträgt. Diese Diagonale bildet die Seitenkante der Werbefläche. Die sich daraus ergebende Form der Werbefläche ist das Parallelogramm, dem Gestaltungsmodul, das allen Werbeträgerformen am neuen Flughafen zugrunde liegt. Das Parallelogramm sorgt dafür, dass Werbung in dieser ungewöhnlichen Form vom Publikum neu gesehen wird. Der Betrachter hat optische Eindrücke, die zur Atmosphäre des Flughafen passen: Die Formen scheinen zu schweben, zu gleiten, zu fliegen …

Produktdesign der Werbeträgerformen im Flughafen München 1992

Michael Schirner Werbe- und Projektagentur. Flughafen München, 1992, Werbeträger-Design

Produktdesign der Werbeträgerformen im Flughafen München 1992

Michael Schirner Werbe- und Projektagentur. Flughafen München, 1992, Werbeträger-Design

Produktdesign der Werbeträgerformen im Flughafen München 1992

Michael Schirner Werbe- und Projektagentur. Flughafen München, 1992, Werbeträger-Design

Produktdesign der Werbeträgerformen im Flughafen München 1992

Michael Schirner Werbe- und Projektagentur. Flughafen München, 1992, Broschüre

Produktdesign der Werbeträgerformen im Flughafen München 1992

Michael Schirner Werbe- und Projektagentur. Flughafen München, 1992, Broschüre

Anzeige für die Werbeträgerformen im Flughafen München 1992

Michael Schirner Werbe- und Projektagentur. Flughafen München, 1992, Broschüre

Anzeige für die Werbeträgerformen im Flughafen München 1992

Michael Schirner Werbe- und Projektagentur. Flughafen München, 1992, Anzeige

Anzeige für die Werbeträgerformen im Flughafen München 1992

Michael Schirner Werbe- und Projektagentur. Flughafen München, 1992, Anzeige

Anzeige für die Werbeträgerformen im Flughafen München 1992

Michael Schirner Werbe- und Projektagentur. Flughafen München, 1992, Anzeige

Anzeige für die Werbeträgerformen im Flughafen München 1992

Michael Schirner Werbe- und Projektagentur. Flughafen München, 1992, Anzeige

CREDITS

Auftraggeber: Flughafen München GmbH
Agentur: Michael Schirner Werbe- und Projektagentur GmbH
Kreativdirektor: Michael Schirner
Texter: Enrique Jungbauer
Artdirector: Caspar Frenzel
Produktdesign: Architektur & Design Studio Reinhold Roth
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KEINE UNTERHOSE

Eminence Herrenunterwäsche, 1979

Plakat für Eminence Herrenunterwäsche, 1979

GGK Düsseldorf, Eminence Paris, 1979, Großflächenplakat

DIE ÜBERHOSE

Die Aufgabe: Einführung der Herrenunterwäsche von Eminence.

Die Überlegung: Was heißt Eminence?

Die Idee: Eminence = Paris!

Der Erfolg: Die Überhose.

Plakat für Eminence Herrenunterwäsche, 1979

Plakat für Eminence Herrenunterwäsche, 1979

Plakat für Eminence Herrenunterwäsche, 1979

Plakat für Eminence Herrenunterwäsche, 1979

Plakat für Eminence Herrenunterwäsche, 1979

Plakat für Eminence Herrenunterwäsche, 1979

Plakat für Eminence Herrenunterwäsche, 1979

Plakat für Eminence Herrenunterwäsche, 1979

Plakat für Eminence Herrenunterwäsche, 1979

Plakat für Eminence Herrenunterwäsche, 1979

Plakat für Eminence Herrenunterwäsche, 1979

Plakat für Eminence Herrenunterwäsche, 1979

Plakat für Eminence Herrenunterwäsche, 1979

Plakat für Eminence Herrenunterwäsche, 1979

CREDITS

Auftraggeber: Eminence S. A. Paris
Agentur: GGK Düsseldorf
Kreativdirektor: Bertel Schmitt
Texter: Konstantin Jacoby
Artdirector: Manfred Schwarzer
Fotograf: Brigitte Richter
Grafiker: Andrea Haller, Arnfried Weiss
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WIE AUS KUNST WERBUNG WIRD

Landeshauptstadt Düsseldorf, 1986

Anzeige für die Landeshauptstadt Düsseldorf, 1986

KKG Projektagentur, Landeshauptstadt Düsseldorf, 1986, Zeitschriftenanzeige

„Das Beste an Düsseldorf ist die Werbung für Düsseldorf.“

Die Aufgabe: Düsseldorfs Ruf als Wirtschaftsstandort verbessern.

Die Überlegung: Die Meisten denken bei Düsseldorf an Königsallee und  schicke Läden.

Die Idee: Wir zeigen Düsseldorf als gute Adresse für Wirtschaft, Unterhaltung, Kultur, Werbung, Kunst etc.

Der Erfolg: Nach drei Jahren Werbung : „Keine andere Stadt bietet beruflich und privat so gute Bedingungen“ (Image-Studie „Capital-Städte-Vergleich“). Oberbürgermeister Bungert findet: „Das Beste an Düsseldorf ist die Werbung für Düsseldorf.“

Anzeige für die Landeshauptstadt Düsseldorf, 1986

KKG Projektagentur, Landeshauptstadt Düsseldorf, 1986, Zeitschriftenanzeige

Die Anzeige „Düsseldorf macht viel Theater“ zeigt Düsseldorf als Stadt der darstellenden Kunst und der Veranstaltungen.

Anzeige für die Landeshauptstadt Düsseldorf, 1986

KKG Projektagentur, Landeshauptstadt Düsseldorf, 1986, Zeitschriftenanzeige

Die Anzeige „Was man in Düsseldorf so trägt“ zeigt Düsseldorf als Einkaufsstadt.

Anzeige für die Landeshauptstadt Düsseldorf, 1986

KKG Projektagentur, Landeshauptstadt Düsseldorf, 1986, Zeitschriftenanzeige

Die Anzeige „Düsseldorf hat goldenen Boden“ zeigt Düsseldorf als Stadt des Handwerks.

Anzeige für die Landeshauptstadt Düsseldorf, 1986

KKG Projektagentur, Landeshauptstadt Düsseldorf, 1986, Zeitschriftenanzeige

Die Anzeige „Made in Düsseldorf“ zeigt die guten alten Markenprodukte, die in der Stadt entstanden sind.

Anzeige für die Landeshauptstadt Düsseldorf, 1986

KKG Projektagentur, Landeshauptstadt Düsseldorf, 1986, Zeitschriftenanzeige

Die Anzeige „Hier macht Düsseldorf Werbung“ zeigt Düsseldorf als Werbestadt mit Abbildungen von historischen Anzeigen Düsseldorfer Agenturen.

Anzeige für die Landeshauptstadt Düsseldorf, 1986

KKG Projektagentur, Landeshauptstadt Düsseldorf, 1986, Zeitschriftenanzeige

Die Anzeige „Wissen Sie, was Kunst ist …“ zeigt Düsseldorf als Stadt der bildenden Kunst mit Signaturen berühmter Maler, deren Werke in Düsseldorfer Museen ausgestellt werden.

Die Anzeige zeigt auch, wie aus Kunst Werbung wird. Wenn Sie wissen wollen, wie aus Werbung Kunst wird, schauen Sie sich die Ölbilder der Serie „Kisuaheli neumyx“ von Michael Schirner an.

CREDITS

Auftraggeber: Landeshauptstadt Düsseldorf
Agentur: KKG Projektagentur
Kreativdirektor: Michael Schirner
Texter: Michael Schirner
Artdirector: Claudia Hammerschmidt
Fotograf: Franklin Berger, Joachim Straub
Grafiker: Andrea Mündelein
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THE VERY FIRST EVENING

Henkel, 1977

Fachanzeige für die Duftstoffe von Henkel, 1977

GGK Düsseldorf, Henkel, 1977, Zeitschriftenanzeige

SHE SEDUCED ME

Die Aufgabe: Henkel als Hersteller von Duftstoffen bekanntmachen

Die Überlegung: In internalen Fachzeitschriften werben

Die Idee: Chemie und Veführung

Der Erfolg: Henkel profiliert sich.

Fachanzeige für die Duftstoffe von Henkel, 1977

GGK Düsseldorf, Henkel, 1977, Zeitschriftenanzeige

Fachanzeige für die Duftstoffe von Henkel, 1977

GGK Düsseldorf, Henkel, 1977, Zeitschriftenanzeige

CREDITS

Auftraggeber: Henkel-Khasana GmbH
Agentur: GGK Düsseldorf
Kreativdirektor: Franz Brauer, Michael Schirner
Texter: Michael Schirner
Artdirector: Christopher Dean
Fotograf: Jean Loup Sieff, David Thrope
Grafiker: Tom Moog
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AUSGEZOGEN

Eduard Dressler, 1987

Anzeige für die Anzüge von Dressler,1986

Michael Schirner Werbe- und Projektagentur, Eduard Dressler, 1986, Zeitschriftenanzeige

AUFFÄLLIG UNAUFFÄLLIG

Die Aufgabe: „Unsere Herrenmode ist zeitlos und nicht modisch. Die Werbung sollte agenauo sein.“ Heinz Dressler

Die Überlegung: Alle werben mit schicken Models.

Die Idee: Wir nicht.

Der Erfolg: Werbung, die auffällig unauffällig ist.

Anzeige für die Anzüge von Dressler,1986

Michael Schirner Werbe- und Projektagentur, Eduard Dressler, 1986, Zeitschriftenanzeige

Anzeige für die Anzüge von Dressler,1986

Michael Schirner Werbe- und Projektagentur, Eduard Dressler, 1986, Anzeigen-Layout

CREDITS

Auftraggeber: Eduard Dressler GmbH, Herrenkleiderfabrik, Großostheim
Agentur: Michael Schirner Werbe- und Projektagentur
Kreativdirektor: Michael Schirner
Texter: Enrique Jungbauer
Artdirector: Claudia Hammerschmidt
Fotograf: Franklin Berger
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SEX SELLS

Die Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen, 1992

Großflächenplakat für „Das Jahr mit der Bibel“, 2003

Großflächenplakat für „Das Jahr mit der Bibel“, 2003

LIEBER GOTT

Die Aufgabe:  Dafür sorgen, dass mehr Menschen die Bibel lesen.

Die Überlegung: Was für eine wunderbare Aufgabe! Was für ein toller Kunde: der liebe Gott persönlich!

Die Idee: Gott wirbt für sein Buch. Er hätte gehört: Sex sells.

Der Erfolg: Seine Love Story wurde Bestseller.

CREDITS

Auftraggeber: Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen
Agentur: Michael Schirner Werbe- und Projektagentur
Kreativdirektor: Gott
Texter: Gott
Artdirector: Gott
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DEINE STIMME

Der Deutsche Gewekschaftsbund, 1998

Plakat für den DGB zur Wahl 1998Plakat für den DGB zur Wahl 1998

Michael Schirner Werbe- und Projektagentur, DGB, 1998, Großflächenplakat

FÜR SPD UND GRÜNE

Die Aufgabe: Der DGB beauftragte die Agentur mit einer Kampagne zum 1. Mai 1998.

Die Überlegung: 1998 war Bundestagswahl.

Die Idee: Die Agentur empfahl dem DGB, mit der Kampagne zum 1. Mai die Wahl von SPD und Bündnis 90/Die Grünen zu unterstützen. Und machte Großflächenplakate mit aufgerissenem Mund und Appell: „Deine Stimme für Arbeit und soziale Gerechtigkeit!“ Slogan: 1. Mai 98: Zeit zu handeln!

Der Erfolg: Zum ersten und bisher einzigen Mal wurde eine Bundesregierung komplett abgewählt, SPD und Bündnis 90/Die Grünen kamen an die Regierung.

CREDITS

Auftraggeber: Der Deutsche Gewekschaftsbund
Agentur: Michael Schirner Werbe- und Projektagentur GmbH
Kreativdirektor: Michael Schirner
Texter: Ingeborg Frauendorfer
Artdirector: Markus Schüssler
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DIE HAUT

Creme 21, 1975

Plakat für den Relaunch von Creme 21, 1975

GGK Düsseldorf, Creme 21, 1975, Großflächenplakat

Die Aufgabe: Macht Creme 21 zur Creme, die moderner, jünger, besser ist als Nivea.

Die Überlegung: Nivea wirbt seit 100 Jahren mit der Verpackung.

Die Idee: Creme 21 wirbt mit Haut und Cremetupfer.

Der Erfolg: Creme 21 wird für seine Werbung international ausgezeichnet.

Welche Bedeutung hat die Nacktheit in einer Werbekampagne?

Anne Dreesbach: Herr Schirner, Sie haben in den 70er Jahren die berühmte Creme 21 Creme-Kleckskampagne entwickelt. Können Sie die Ideenfindung und die Umsetzung skizzieren? Gab es Vorgaben für die Kampagne?

Michael Schirner: Die Entwicklung der Kampagne für Creme 21 ist eng verknüpft mit Joachim Kellner, Produktmanager bei Henkel. Ihn kenne ich seit Anfang der 70er, als ich Texter und Joachim Marketingberater bei der damals ideenreichsten Agentur Y&R in Frankfurt war. Danach übernahmen wir zusammen mit dem Texter Peter Geilenberg und Artdirector Ben Oyne eine Agentur in Hamburg, die wir nach drei guten Jahren schlossen, um anderes zu machen: Ich wurde Kreativchef der legendären Agentur GGK Düsseldorf, Joachim Produktmanager bei Henkel für Creme 21. Henkel beauftragte GGK mit der Entwicklung der Kampagne für den Relaunch von Creme 21. Joachims Briefing: „Macht Creme 21 zu einer Creme, die moderner, jünger, besser ist als Nivea.“ Wir überlegten uns: Wir machen einfach eine bessere Kampagne als Nivea, dann wird Creme 21 für besser, jünger, moderner gehalten. Das war nicht schwer, denn Nivea warb damals mit einer langweiligen Packungskampagne. Statt groß die Packung zu zeigen, wie es Nivea tat, zeigten wir groß einen Tupfer Creme auf der Haut, mal auf der Nase, auf der Brust, auf dem Po etc. Ich glaub, ich hab damals alle Texte selbst geschrieben, auch den Slogan: „Die Haut für die Haut.“ Unsere Kampagne wurde für eine der besten und ideenreichsten gehalten, sie trug dazu bei, dass GGK bald die kreativste und am meisten ausgezeichnete Agentur und mir der Titel „Werbepapst“ verliehen wurde. Entscheidend für den Erfolg war das Medium der Kampagne. Wir waren damals Erfinder einer völlig neuen Form der Plakatwerbung in Deutschland und machten für Creme 21 beeindruckende Großflächenplakate, z.B. den auf 2 mal 3 Meter vergrößerten Ausschnitt einer nackten Hüfte mit Cremetupfer unterm Nabel, darunter stand groß: „Taille 59. Hüfte 88. Creme 21.“ Und wir machten eine neue Art von Anzeigen, die sahen aus wie unsere Plakate, nur in Klein.

Anne Dreesbach: Inwieweit konnten Sie sich mit der Marke Creme 21 identifizieren? War die Arbeit an der Kampagne etwas Besonderes für Sie?

Michael Schirner: Die Werbung für Creme 21 hat großen Spaß gemacht. Ich finde, wenn Werbung keinen Spaß macht, dann macht sie keinem Spaß. Nur wenn sie denen Spaß macht, die sie machen, kann sie auch denen Spaß machen, für die sie gemacht wird. Mit Spaß meine ich nicht den vordergründigen Humor oder Gag. Ich meine den Spaß, den es macht, wenn man ein kniffliches Kommunikationsproblem mit einer guten Idee löst. Und eine Idee ist dann gut, wenn man sie in einen Satz so beschreiben kann, dass jeder sagt: „Das ist aber eine gute Idee.“ Z.B.: „Auf unseren Anzeigen und Plakaten zeigen wir immer einem Tupfer Creme auf nackter Haut“.  Zu Ihrer Frage „War die Arbeit an der Kampagne etwas Besonderes für Sie?“ Ja, jede Aufgabe, die wir bekommen, ist etwas Besonders. Die Suche nach einer Idee ist jedes Mal ein Abenteuer, bei dem man bei Null anfängt und entweder scheitert oder Erfolg hat. Ich freu mich, dass die Creme-Kampagne heute noch  jung aussieht wie damals.

Anne Dreesbach: Welche Bedeutung hat die Nacktheit in einer Werbekampagne?

Michael Schirner: Im Buch Haut und Hülle gibt es dazu ein Beitrag mit dem Titel: „Do you wanna see me naked, lover? Do you wanna peek underneath the cover?“ Der Titel ist von Lady Gaga, der Beitrag von mir. Darin beschreib ich unsere Arbeit der stückweisen Entkleidung menschlicher Körper in Kampagnen für Henkel-Duftstoffe, adidas-Kosmetik, Servus-Toilettenpapier, Care-Herrenkosmetik, AIDS-Prävention und eben Creme 21: „Den nackten menschlichen Körper und insbesondere den des Mannes wollen wir aber nicht allein der Autorenschaft gewisser weitblickender oder entscheidungsfreudiger Einzelner unterschieben. So etwas kann sich kein Einzelner allein ausdenken, geschweige denn durchsetzen. So etwas will die Geschichte selber. Die Kontinuität dieser Entblößung, ihre Umwege, ihre Zähigkeit, aber auch ihre Zielstrebigkeit machen klar, dass es sich hier um ein Produkt der Geschichte handelt. Oder Besser des Gottes der Geschichte. Jeder, der da eine Teilentkleidung vornehmen darf, ist nichts anderes als ein Helfeshelfer dieses Gottes. Was für jemanden, der Werbung macht, und mit der Situation, anderer Leute Interessen mit guten Ideen umzusetzen, vertraut ist, eine gute Ausgangslage ist. Mir jedenfalls war der Gott der Geschichte immer ein angenehmer Kunde, auch wenn seine Marketingabteilung manchmal etwas nervte  … Dann kam Creme 21, in gewisser Weise ein Rückschritt, mit dem mich der Gott der Geschichte prüfen wollte. Denn hier sollte noch einmal eine reale Qualität nackter Haut im Mittelpunkt stehen, ihre weiche, empfindliche Beschaffenheit. Diese Aufgabe wurde ohne Murren erledigt, indem wir nicht die Nacktheit des abgebildeten Körperausschnitts betonten, sondern den Cremetupfer, der ihn weihte. Wichtig: Auch hier wurde weiterhin partikularistisch und nicht total entblößt … Und damit sind wir mit einem Auftrag des Gottes der Geschichte zum Ende gekommen, der stückweisen Eroberung der Nacktheit als Qualität, die eine aufklärerische, enthüllende ist, um andererseits einen neuen Auftrag auszuschreiben: der postaufklärerischen, wo nur noch nackte Aura zählen wird, die sich aber nicht mehr mit Techniken der Entblößung erzielen lassen wird, und bei der wir alle uns um neue Formen der Sichtbarmachung des Unsichtbaren werden kümmern müssen.“

Das Interview führte Anna Dreesbach vom Dreesbach Verlag

Anzeige für den Relaunch von Creme 21, 1975

GGK Düsseldorf, Creme 21, 1975, Zeitschriftenanzeige

Anzeige für den Relaunch von Creme 21, 1975

GGK Düsseldorf, Creme 21, 1975, Zeitschriftenanzeige

Anzeige für den Relaunch von Creme 21, 1975

GGK Düsseldorf, Creme 21, 1975, Zeitschriftenanzeige

Anzeige für den Relaunch von Creme 21, 1975

GGK Düsseldorf, Creme 21, 1975, Zeitschriftenanzeige

CREDITS

Auftraggeber: Henkel-Khasana GmbH
Agentur: GGK Werbeagentur Düsseldorf
Kreativdirektor: Michael Schirner
Texter: Bernd Arnold, Diethardt Nagel, Michael Schirner, Berthold Schmitt
Artdirector: Jürgen Pilger, Helmut Rottke
Fotograf: Christa Peters, Will McBride, Christian von Alvensleben, Jerome Ducrot
Grafiker: Thomas Heuter, Erika Hennig, Susi Richli
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Warum, weshalb, wieso?

Die Chemische Industrie , 1981

Imageanzeige für die Chemische Industrie, 1981

GGK Düsseldorf, Die Chemische Industrie, 1981, Zeitschriftenanzeige

Chemie ist, wenn

Die Aufgabe: Das Image der Chemie verbessern.

Die Überlegung: Wofür ist Chemie gut?

Die Idee: Pro Anzeige eine Anwendung von Chemie im Alltag

Der Erfolg: Wissen, wofür Chemie gut ist.

Imageanzeige für die Chemische Industrie, 1981

GGK Düsseldorf, Die Chemische Industrie, 1981, Zeitschriftenanzeige

Imageanzeige für die Chemische Industrie, 1981

GGK Düsseldorf, Die Chemische Industrie, 1981, Zeitschriftenanzeige

Imageanzeige für die Chemische Industrie, 1981

GGK Düsseldorf, Die Chemische Industrie, 1981, Zeitschriftenanzeige

Imageanzeige für die Chemische Industrie, 1981

GGK Düsseldorf, Die Chemische Industrie, 1981, Zeitschriftenanzeige

Imageanzeige für die Chemische Industrie, 1981

GGK Düsseldorf, Die Chemische Industrie, 1981, Zeitschriftenanzeige

 

CREDITS

Auftraggeber: Die Chemische Industrie
Agentur: GGK Werbeagentur Düsseldorf
Kreativdirektor: Michael Schirner
Texter: Joe Enders
Artdirector: Jürgen Dahlen, Manfred Ohling
Fotograf: Peter Droste, Brigitte Richter
Grafiker: Manfred Kamp, Henner Kronenberg, Detlef Krüger
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