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taz, die tageszeitung, 1990

Anzeige für taz, die Tageszeitung, 1990

Michael Schirner Werbe- und Projektagentur, taz, die tageszeitung, 1990, Anzeige

GEGENANZEIGE

Die Chefredakteurin der taz Georgia Tornow zu Michael Schirner: „Zeigt, dass taz die Alternative zu allen Tageszeitungen ist.“ Die Agentur schlug der taz eine Kampagne vor, die aus einem Anzeigenmotiv bestand. Auf der Anzeige stand der Satz: „Was hier nicht steht, steht in der taz.“ Diese Anzeige wurde in FAZ, Süddeutsche, Die Welt, Die Zeit etc. veröffentlicht. Umgekehrt bot die taz den Tageszeitungen an, in der taz Gegenanzeigen zu schalten, z.B.: „Was hier nicht steht, steht in der FAZ“. Einige Titel machen das Spiel mit. Die Abo-Auflage der taz steigt. Die der anderen Tageszeitungen auch.

MINI-TAZ

1987 kamen taz-Chefredakteur Thomas Hartmann und Verlagsleiter Kalle Ruch in die Agentur und schilderten die Lage ihrer Tageszeitung: „Wenn wir in den nächsten Wochen nicht deutlich mehr Zeitungen und Abos verkaufen, müssen wir die taz einstellen. Könnt Ihr uns retten? Geld für die Agentur haben wir keins.“ Schirner und Diederichsen hatten eine Idee: Eine aktuelle Ausgabe der taz wird Seite für Seite auf Postkartenformat verkleinert, die letzte Seite ist eine Abo-Bestellkarte; diese Mini-taz wurde auf eine weiße Seite der SPIEGEL-Gesamtauflage geheftet. So erreichte die taz für eine Woche 1 Mio. SPIEGEL-Leser. Darauf waren verkaufte Auflage und Abos der taz so angestiegen, dass die taz das Einheitsgehalt jedes Mitarbeiters von 800 auf 1.200 DM erhöhen konnte.

Bei der Gelegenheit hatte die Agentur der taz ein neues Corporate Design verordnet mit dem Schriftzug: taz, die tageszeitung.

CREDITS

Auftraggeber: taz, die tageszeitung
Agentur: Michael Schirner Werbe- und Projektagentur
Kreativdirektor: Michael Schirner
Texter: Diedrich Diederichsen
Artdirector: Claudia Hammerschmidt
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